Heimische Milchquote bis Mitte Oktober bereits um 124.386 t überliefert

Zusatzabgabe steigt auf EUR 34,6 Mio.

Wien, 10. November 2014 (aiz.info). - Die österreichischen Milchbauern haben auch in den ersten zwei Oktober-Dekaden ihre relativ hohe Anlieferung an die Molkereien beibehalten, die Menge lag um rund 3% über dem Vorjahresniveau. Dementsprechend hat auch die Quotenüberlieferung weiter zugenommen. Laut jüngsten AMA-Berechnungen wurde die nationale Referenzmenge von Beginn des aktuellen Quotenjahres bis zum 20.10.2014 bereits um 124.386 t überschritten, woraus sich eine Zusatzabgabe von rund EUR 34,6 Mio. ergibt. Falls in den kommenden Monaten keine starken Bremsmanöver eingeleitet werden, könnte die Superabgabe laut Expertenschätzungen bis Ende März 2015 auf etwa EUR 60 Mio. ansteigen.

Wie berichtet, steht den heimischen Bauern im Milchjahr 2014/15 eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,908.432 t zur Verfügung. Von Anfang April bis 20.10.2014 wurden laut AMA 1,719.284 t Rohmilch an die Molkereien und Käsereien geliefert, womit das Vorjahresniveau bereits um 5,3% übertroffen wurde. Aufgrund des gegenüber dem vorgegebenen Referenzwert höheren Fettgehalts der übernommenen Milch wurde zu dieser Menge ein Zuschlag von 14.358 t verrechnet, woraus sich eine fettkorrigierte Anlieferung von 1,733.642 t ergibt. Daraus resultiert für diesen Zeitraum bereits eine saldierte Überlieferung von 7,7% oder 124.386 t, wofür eine Zusatzabgabe von rund EUR 34,6 Mio. zu entrichten ist. Zum Vergleich: Im gesamten Milchjahr 2013/14 wurde die Anlieferungsquote um 92.051 t übertroffen, dafür war eine Abgabe in der Höhe von EUR 25,6 Mio. fällig.