Heimische Rindermäster und Mutterkuhhalter warten weiter auf Förderzusagen

Zusätzliche Maßnahmen sollen zur Weiterentwicklung der Qualitätsproduktion beitragen.

Linz, 14. Jänner 2015 (aiz.info). - Die Umstellung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik ab 2015 auf ein österreichweit einheitliches Regionalmodell mit einer fünfjährigen Übergangfrist bringt gegen Ende der Periode vor allem in Rindermast- und Mutterkuhbetrieben hohe Einkommensverluste. Die heimische Agrarpolitik habe den Funktionären der Arge Rind daher bereits 2012 zusätzliche Maßnahmen zugesichert, die den rinderhaltenden Betrieben einen Anreiz zur Weiterentwicklung der Qualitätsproduktion bringen sollen, fordert die Arge-Geschäftsführung diese Zusagen nun ein. Die versprochenen Förderungen im Rahmen der Ländlichen Entwicklung für den Rindfleischbereich (Rindermast und Mutterkuh) sollen den Mehraufwand der Betriebe teilweise abdecken und einen weiteren Rückgang der Rindermast und Mutterkuhhaltung verhindern.

Seit dem EU-Beitritt 1995 ist die Rindermast in Österreich um rund ein Drittel rückläufig. Die Qualitätsproduktion soll mit dem Ziel unterstützt werden, die Effizienz in der Mutterkuhhaltung und Rindfleischproduktion zu verbessern und den Konsumenten heimische Top-Produkte zu liefern. Die aus Wirtschaftskreisen fallweise geäußerten Bedenken seien intensiv und offen diskutiert worden, mit dem Ergebnis, dass die Teilnahme an den Programmen allen offenstehen solle. "Wir brauchen diese begleitenden Förderungen für unsere Betriebe, damit die im Verhältnis kleinen Rinderproduktionsstrukturen in Österreich eine Überlebenschance haben", so Arge-Obmann Josef Fradler. "Die Geduld der Rinderbauern hat jetzt ein Ende, wir fordern daher von der Agrarpolitik eine rasche Umsetzung."