Heimische Sägeindustrie unterschiedlich mit Nadelsägerundholz bevorratet

Preise für Leitsortiment Fichte haben sich gefestigt.

Wien, 17. August 2016 (aiz.info). - Der anhaltende inländische Konsum sowie verstärkte Investitionstätigkeiten im Bereich Ausrüstungs- und Bauinvestitionen lassen die heimische Wirtschaft moderat wachsen. Der Außenhandel lieferte neuerlich keinen Beitrag zum Wirtschaftswachstum. Der Verlauf einiger Wirtschaftsindikatoren signalisiert eine leichte Verbesserung, die allgemeine Stimmung ist jedoch nach wie vor verhalten.
Die österreichische Sägeindustrie ist unterschiedlich mit Nadelsägerundholz bevorratet. Die Sortimente werden normal bis rege nachgefragt. Bereitgestelltes Holz wird rasch abgefahren, lokal kann es niederschlagsbedingt zu Verzögerungen kommen. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b haben sich gefestigt und liegen zwischen 87 und 97 Euro je Festmeter (FMO), die Preise für schlechtere Qualitäten sind aufgrund des teilweise vorhandenen Überangebots unter Druck. Der Absatz von Schwarz- und Weißkiefer ist bei stabilen Erlösen möglich. Die Lärche hält ihr gutes Preisniveau. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Nadelindustrierundholz: Zufuhr kontingentiert

Die Nachfrage nach Nadelindustrierundholz ist verhalten, da die Standorte der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie sehr gut bevorratet sind. Der Absatz von frischem Schleifholz ist zum Teil nur eingeschränkt möglich. Die Zufuhr ist bei allen Sortimenten teilweise streng kontingentiert, läuft jedoch im Rahmen der abgeschlossenen Verträge problemlos. Buchenfaserholz wird bei sehr guter Bevorratung und stabilen Preisen nachgefragt.
Der Energieholzmarkt ist im Vergleich zum Vormonat unverändert. Sehr gute Bevorratung und geringe Nachfrage treffen, aufgrund des Minderverbrauchs der letzten Winter und der angefallenen Kalamitätsmengen, auf ein großes Angebot.
Trotz reichlichem Niederschlag wird weiterhin empfohlen, die Bestände besonders sorgfältig auf Borkenkäferbefall zu kontrollieren. Befallene Bäume sowie bruttaugliches Material, das durch die lokalen Gewitterstürme vermehrt angefallen ist, sollten so schnell wie möglich entfernt werden, raten die Forstexperten.