Heimische Schweineproduktion wird heuer um 3,3 % sinken

Für erstes Halbjahr 2015 weiterer Rückgang erwartet.

Wien, 7. Oktober 2014 (aiz.info). - Die Bruttoeigenerzeugung an Schweinen wird in Österreich im Zeitraum Oktober bis Dezember um 5,7% abnehmen und im Gesamtjahr 2014 mit rund 4,76 Mio. Stück um 3,3% unter dem Niveau von 2013 liegen. Dies geht aus der jüngsten Marktprognose der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft hervor. In den ersten beiden Quartalen 2015 dürfte sich die Produktion um 8,9 % beziehungsweise 3,6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 verringern.

Die Bundesanstalt weist in ihrer Prognose auf den sinkenden Gesamtschweinebestand hin. Dieser umfasste zum Stichtag 01.06.2014 laut Statistik Austria rund 2,8 Mio. Stück, das entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang um 2,4 %. Dabei nahm die Zahl der Ferkel um 3,2 % und die der Schweine mit 20 kg bis 50 kg um 1% ab. Der Mastschweinebestand schrumpfte insgesamt um 2,4 %. Der Zuchtsauenbestand fiel um 4,2 % geringer aus, wobei bei den gedeckten Sauen ein Rückgang um 4,3 % und bei den erstmalig gedeckten Jungsauen ein Minus von 3,6 % verzeichnet wurde. Die Herde der ungedeckten Sauen verkleinerte sich um 3,9 %.

Etwas weniger Schlachtungen Anfang 2014

Im Jahr 2013 wurden nach Angaben der Statistik Austria im Inland rund 5,4 Mio. Schweine gewerblich geschlachtet und somit gleich viele wie im Jahr zuvor. Dazu kamen noch etwa 36.000 Hausschlachtungen. Im ersten Halbjahr 2014 wurden 2,65 Mio. gewerbliche Schlachtungen (-0,6 %) gemeldet.

Minus im Außenhandel

Der Außenhandel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch zeigte im Berichtsjahr 2013 eine überwiegend abnehmende Tendenz. Die Lebendschweine-Importe sanken um 1,3 % auf rund 550.000 Stück, die Exporte nahmen in diesem Bereich um 14,7 % auf 45.000 Tiere ab. Die Fleischeinfuhren betrugen umgerechnet etwa 1,97 Mio. Stück, was einer Zunahme um 5 % entspricht. Gleichzeitig verringerten sich Ausfuhren um 0,3 % auf umgerechnet 2,62 Mio. Stück. Insgesamt (inklusive Fleisch) wurden somit 2,52 Mio. Schweine importiert und rund 2,66 Mio. exportiert. Das ergab einen Exportüberhang von 143.000 Stück.

Im ersten Halbjahr 2014 wurden gemäß vorläufigen Außenhandelsdaten etwa 309.000 lebende Schweine importiert und 24.000 exportiert. Einfuhren von Schweinefleisch in der Höhe von rund 1,09 Mio. Stück standen Ausfuhren von 1,32 Mio. Tieren gegenüber. In Summe wurden damit im ersten Halbjahr 2014 etwa 1,4 Mio. Schweine importiert und 1,34 Mio. exportiert, womit sich ein Importüberhang von 59.000 Tieren ergab.

Bruttoeigenerzeugung fiel in der ersten Jahreshälfte geringer aus

2013 wurde eine Bruttoeigenerzeugung (Schlachtungen minus Lebendimporte plus Lebendexporte) von 4,93 Mio. Stück verzeichnet, sie blieb damit im Jahresvergleich unverändert. Im ersten Halbjahr 2014 sank sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,4 % auf 2,38 Mio. Stück. Der Inlandsabsatz war 2013 mit rund 4,75 Mio. Schweinen um 2,2 % höher als 2012. Für den Zeitraum Jänner bis Juni 2014 errechnet sich ein vorläufiger Inlandsabsatz von 2,42 Mio. Schweinen, was einem Plus von 2,3 % entspricht.