Heimischer Erzeugermilchpreis setzte seinen Aufwärtstrend im Oktober fort

Im Schnitt wurden 31,02 Cent netto/kg ausgezahlt.

Wien, 30. November 2016 (aiz.info). - Seit Juli 2016 steigt der österreichische Erzeugermilchpreis - von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend - wieder kontinuierlich an. Im Oktober 2016 zahlten die heimischen Molkereien und Käsereien ihren Lieferanten für Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Schnitt 31,02 Cent netto/kg beziehungsweise 35,05 Cent brutto. Im Vergleich zum Vormonat bedeutet das einen Anstieg um 0,9 Cent netto. Das Vorjahresniveau wurde aber immer noch um 2,4 Cent unterschritten, teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit.

Der für Oktober 2016 von der AMA ermittelte Erzeugerpreis von 31,02 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) wurden im Schnitt 28,41 Cent ausbezahlt und damit um 0,85 Cent mehr als im Vormonat. Für Biomilch erlösten die Bauern im Mittel 41,17 Cent netto/kg (+1,05 Cent).

Im November 2016 dürfte der Erzeugermilchpreis erneut zugelegt haben. Die AMA schätzt den durchschnittlichen Auszahlungspreis auf rund 33 Cent/kg (auf Basis der natürlichen Inhaltsstoffe). Die Milchpreisschätzung der AMA basiert auf zirka 85% der angelieferten Rohmilchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Milchinhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung von Jänner bis Oktober leicht über dem Vorjahresniveau

Im Oktober 2016 wurden laut Berechnungen der AMA 241.765 t Milch angeliefert, im September waren es noch 233.229 t. Somit folgte die Menge dem saisonalen Verlauf, gleichzeitig lag sie um rund 4% unter dem Vorjahresniveau. Von Jänner bis Oktober 2016 wurden in Summe um 0,6% mehr Milch an heimische Molkereien geliefert als im Vergleichszeitraum 2015. Zu beachten ist allerdings, dass jene österreichischen Milchmengen, die von Landwirten an Molkereien in andere Mitgliedstaaten geliefert werden, seit Jänner 2016 nicht mehr enthalten sind und daher der Vergleich zum Vorjahr nur bedingt möglich ist.