Heimischer Erzeugermilchpreis stieg im September leicht an

Im Schnitt wurden 30,12 Cent netto ausgezahlt.

Wien, 7. November 2016 (aiz.info). - Nach einem geringfügigen Anstieg im August konnte der österreichische Erzeugermilchpreis auch im September 2016 leicht zulegen. Die heimischen Molkereien und Käsereien zahlten ihren Lieferanten für Rohmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß einen durchschnittlichen Erzeugerpreis von 30,12 Cent netto beziehungsweise 34,03 Cent brutto/kg. Das waren um 0,2 Cent netto mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahresniveau ergab sich aber immer noch ein Minus von 2,86 Cent, teilt die Agrarmarkt Austria (AMA) mit.

Der für September 2016 von der AMA ermittelte Erzeugerpreis von 30,12 Cent netto/kg bezieht sich bekanntlich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für konventionelle Milch (mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß, ohne Heumilchzuschlag) wurden im Bundesschnitt 27,55 Cent ausbezahlt und damit etwas mehr als im Vormonat (+0,18 Cent). Für Biomilch erhielten die Bauern im Schnitt 40,15 Cent netto/kg.

Im Oktober 2016 dürfte der Erzeugermilchpreis wieder ein wenig nach oben geklettert sein. Die AMA schätzt den durchschnittlichen Auszahlungspreis auf rund 31 Cent/kg (auf Basis der natürlichen Inhaltsstoffe). Die Milchpreisschätzung der AMA erfolgt auf Basis von zirka 85% der angelieferten Rohmilchmenge, wobei die saisonale Schwankung für die Bezahlung der Milchinhaltsstoffe (Fett und Eiweiß) berücksichtigt wird.

Milchanlieferung von Jänner bis September leicht über dem Vorjahresniveau

Im September 2016 wurden laut AMA von den heimischen Bauern 233.229 t Milch angeliefert. Damit folgte die Anlieferung weiter dem saisonalen Verlauf, gleichzeitig lag sie um knapp 4% unter dem Vorjahresniveau. Kumuliert von Jänner bis September 2016 wurden um knapp 1% mehr Milch als im Vorjahreszeitraum an die Verarbeiter geliefert. Zu beachten ist allerdings, dass in den Berechnungen der AMA jene österreichischen Milchmengen, die von Landwirten an Molkereien in anderen Mitgliedstaaten geliefert werden, seit Jänner 2016 nicht mehr enthalten sind und daher der Vergleich zum Vorjahr nur bedingt möglich ist.