Heimischer Kartoffelmarkt derzeit ausreichend mit Ware versorgt

Erzeugerpreise überwiegend auf dem Vorwochenniveau.

Wien, 9. August 2016 (aiz.info). - Die österreichische Frühkartoffelsaison verabschiedet sich heuer ohne großartige Verwerfungen. Der heimische Markt ist momentan gut ausreichend mit Ware versorgt. Einerseits gilt es noch, die Restbestände an Frühsorten zu vermarkten, andererseits gibt es auch schon reichlich Ware von den Anschlusssorten, und die Hektarerträge werden weiterhin meist als gut bis sehr gut eingestuft, teilt die LK NÖ mit. Die fortschreitende Schalenfestigkeit der Ware und die damit verbundene längere Haltbarkeit nimmt aber etwas Druck aus dem Markt. Etwas Sorge bereitet den Betrieben der wachsende Anteil an übergroßen Erdäpfeln. Deren Vermarktungsmöglichkeiten im Inland als auch im Export sind begrenzt. Einige Aufkäufer überlegen daher, eine Preisdifferenzierung zwischen mittel- und großfallender Ware einzuführen.

Die Inlandsnachfrage zeigt sich urlaubszeitbedingt ruhig, aber stetig. Auch im Export gibt es keine nennenswerten Abschlüsse. Die Erzeugerpreise werden meist auf dem Vorwochenniveau fortgeschrieben. In Niederösterreich werden unverändert 15 bis 18 Euro/100 kg bezahlt. Aus der Steiermark wurden zuletzt noch bis zu 20 Euro gemeldet und in Oberösterreich waren noch bis zu 22 Euro erzielbar.

Die Situation am deutschen Speisekartoffelmarkt bleibt weiter angespannt. Zwar wird regional von einer etwas lebhafteren Nachfrage berichtet, insgesamt bleibt der Absatz ferien- und urlaubsbedingt aber weiter deutlich hinter dem Angebot zurück. Die Frühkartoffelpreise stehen damit weiter unter Druck. Zu Wochenbeginn wurden für schalenfeste Ware zwischen 23 und 26 Euro/100 kg bezahlt. Als zusätzliche Herausforderung für die Vermarktung gestaltet sich auch in der BRD der wachsende Anteil an übergroßen Erdäpfeln.