Heimischer Kartoffelmarkt im Gleichgewicht

Erzeugerpreise stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 3. Februar 2016 (aiz.info). - Am österreichischen Speisekartoffelmarkt herrschen derzeit stabile Verhältnisse. Die Landwirte versorgen die Händler weiterhin bedarfsgerecht. Somit steht eine gute Angebotslage einer saisonbedingt ruhigen Nachfrage gegenüber. Die Inlandsnachfrage dürfte auch in den kommenden Wochen auf ähnlichem Niveau bleiben. Da auch die Exportgeschäfte aufgrund der derzeitigen Preislage im Vergleich zu den internationalen Erzeugerpreisen nicht konkurrenzfähig sind, fehlen nachfrageseitige Impulse. Unklar bleibt, wie viel Ware sich noch in den österreichischen Lagern befindet. Meldungen betreffend Lagerqualitäten sind allerdings zufriedenstellend. Angesichts der enttäuschenden Ernteergebnisse und des stetigen Inlandsgeschäfts dürften die Vorräte aber überschaubar sein, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Bei den Preisen gibt es keine Änderung zu den Vorwochen. In Niederösterreich werden 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt und in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro erzielbar.

In Deutschland schreitet die Vermarktung der Speisekartoffeln zügig voran. In vielen Regionen sind die Flächenlager mittlerweile geräumt. Mit der Umstellung auf Kistenware kam es bislang aber noch zu keiner Preiserhöhung. Die Landwirte bleiben abgabebereit, so dass die Nachfrage gut gedeckt werden kann. Dabei ist der Bedarf sowohl im Inland als auch im Export nach Ost- und Südosteuropa durchaus groß.