Heimischer Kartoffelmarkt reichlich mit Ware versorgt

Inlandsnachfrage noch ruhig - Erzeugerpreise geben in Ostösterreich nach.

Wien, 23. August 2016 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt bleibt weiterhin reichlich mit Ware versorgt. Bei meist günstigen Rodebedingungen, gut durchschnittlichen Erträgen und vielen vermarktungsfähigen Beständen steht momentan ein großes Angebot zur Verfügung, und die Vermarkter können entsprechend aus dem Vollen schöpfen, teilt die LK NÖ mit. Auch qualitativ ist die Ware bislang in Ordnung. Nur vereinzelt hat man mit einem stärkeren Drahtwurmbefall zu kämpfen.

Von der Absatzseite gibt es noch keine Entlastung. Die Inlandsnachfrage läuft stetig auf sommerlich ruhigem Niveau und auch am Exportmarkt fehlt es noch an entsprechenden Umsätzen. Mit dem nahenden Ferienende in Ostösterreich sollte sich die Vermarktungssituation aber wieder verbessern. Auch dürften die Erträge bei den Spätsorten, speziell bei Ditta, nicht immer die Erwartungen erfüllen können. In Ostösterreich gaben die Erzeugerpreise im Vergleich zur Vorwoche nach. Für mittelfallende Ware werden in Niederösterreich nun meist 12 Euro/100 kg bezahlt. Übergrößen werden generell mit 8 Euro/100 kg abgegolten. Aus Oberösterreich wurden in der letzten Woche noch Erzeugerpreise bis zu 19 Euro gemeldet.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt zeigt sich ebenfalls gut mit Ware versorgt. Bei steigenden Erntemengen und anhaltend ruhiger Absatzsituation standen die Erzeugerpreise tendenziell unter Druck. Zu Wochenbeginn wurden für schalenfeste Ware meist zwischen 19 und 21 Euro/100 kg bezahlt. Das anstehende Ende der Schulferien in einigen Bundesländern lässt aber auf steigende Absatzzahlen hoffen.