Hiegelsberger: Imkerei und Landwirtschaft sind für die Bienen unersetzliche Partner

Auch Privatgärten lassen sich in wahre Paradise für Insekten verwandeln.

Linz, 17. Mai 2016 (aiz.info). - Knapp 80% der Blütenpflanzen werden von Bienen bestäubt, ihre ökologische Bedeutung ist daher beträchtlich. Umso mehr ist der Erhalt von Bienenvölkern für die Landwirtschaft, die Imker und die Biodiversität von großem Interesse. "Bauern und Imker bilden seit Generationen eine Symbiose. Landwirtschaftlicher Erfolg und Bienenschutz sind kein Widerspruch", betont Oberösterreichs Agrarlandesrat sowie Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger. Wie eine erste Bilanz zeigt, dürfte fast die Hälfte aller Völker im Bundesland den vergangenen Winter nicht überlebt haben. Als Hauptursache sehen die Imker, laut dem aktuellen Leistungsbericht des OÖ Landesverbandes für Bienenzucht, die Varroa-Milbe.

Medien und Umweltorganisationen orten den Schuldigen des Bienensterbens in der modernen Landwirtschaft und damit verbunden dem Pflanzenschutz. Hier stellt Hiegelsberger wiederholt klar: "Pflanzenschutzmittel durchlaufen einen langen und strengen Zulassungsprozess. Dabei wird auch die Bienengefährlichkeit geprüft. Es ist ganz eindeutig geregelt, wann mit eventuell bienengefährlichen Produkten behandelt werden darf." Gemeinsam mit Imkern, NGOs (auch Global 2000) und der bäuerlichen Vertretung wurde im Rahmen des Strategieprozesses "Zukunft Pflanzenbau" ein Zehn-Punkte-Programm ausgearbeitet. Dabei wurden zentrale Forderungen wie nach einem Integrierten Pflanzenschutz - Kombination aus natürlichen Maßnahmen und dem sparsamen Einsatz chemischer Mittel - oder eines zentralen Warndienstes als Unterstützung für die Bauern bereits umgesetzt.

Bienenschutz geht alle an

Ein weiteres Problem ist das sinkende Nahrungsangebot für Bienen, dem die Landwirtschaft durch Biodiversitätsflächen entgegenzuwirken versucht. Ebenso können private Gartenbesitzer einen Beitrag in Form einer üppigen Blumenwiese leisten, "denn auch Privatgärten lassen sich in wahre Paradise für Insekten verwandeln", regt Hiegelsberger an. Informationen dazu finden Bürger in dem vor einem Jahr vom Agrarressort des Landes aufgelegten Nachschlagewerk "Blühender Lebensraum - Für eine bienenfreundliche Gemeinde".