Hitzestress bei Milchvieh lindern

Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit machen nicht nur uns Menschen, sondern auch Milchkühen zu schaffen. Besonders Kühe mit hohen Leistungen leiden.

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© Garant
Hitzestress ist für Milchkühe eine hohe Belastung. Können die Kühe ihre Wärme nicht mehr an die Umgebungsluft abstrahlen und ist auch die Abkühlung über Schwitzen oder die Atemluft (hecheln) aufgrund von hoher Luftfeuchtigkeit nur mehr eingeschränkt möglich, können die Tiere nur mehr den Futterverzehr einschränken. Denn Wärme entsteht vor allem bei der Verdauung und den Stoffwechselvorgängen in der Kuh. Daher sind hochleistende Tiere mit einem großen Futterumsatz von Hitzestress mehr betroffen. Die Folgen sind vielfältig und wirtschaftlich bedeutend und reichen von Zellzahlanstieg, geringeren Milchinhaltstoffen und Milchmengenabfall bis hin zu einer gesteigerten Mastitisrate und Fruchtbarkeitsstörungen. Es lohnt sich also, mit entsprechenden Haltungs- und Fütterungsmaßnahmen Hitzestress für die Milchkühe zu verringern:

Beschatten, kühlen und besprühen

  • Für eine bessere Durchlüftung sorgen: Sämtliche Fenster und Tore und, wenn möglich, den First öffnen. Reicht die natürliche Luftbewegung nicht aus, kann mit Ventilatoren nachgeholfen werden.
  • Sprinkleranlagen einsetzen: Dabei entsteht durch die Wasserverdunstung ein Kühlungseffekt. Die Sprinkleranlagen möglichst entlang vom Futtertisch installieren (nicht über den Liegeboxen). Genügend Intervall lassen (5 min Beregnung und 10 min Pause), damit das Wasser auch wieder verdunsten kann.
  • Den Tieren Schatten bieten: Vor allem bei Weidegang auf Schatten achten. Im Schatten ist die Temperatur der Körperoberfläche je nach Fellfarbe um bis zu 5 Grad geringer.

Wasserversorgung sichern

  • Freien Zugang zu qualitativ einwandfreiem Wasser mit einer Durchflussrate von mindestens 15 l/min anbieten
  • Viele Tränkestellen im Stall verteilen. Diese sollen für jedes Tier leicht zu erreichen und zu verlassen sein.

Fütterungsregime anpassen

  • Die Fütterung in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen: Die Futtervorlage während der kühleren Tageszeit fördert eine höhere Trockenmasse-Aufnahme.
  • Mehrmaliges Futteranschieben: Füttern auf 2 oder mehr Mahlzeiten am Tag verteilet regt die Futteraufnahme an .
  • Nur bestes Grundfutter einsetzen und Nacherwärmung vermeiden: Konservierende Produkte einsetzen, z.B. LagroSil Propionsäure Plus.

Futterration optimieren

Crystalyx Cattle Booster 80 kg von Garant[1437394836232895.jpg]
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  • Erhöhung der Energiedichte mit pansenstabilem Futterfett, um die verringerte Trockenmasse-Aufnahme zu kompensieren. KuhKorn Select MegaLac enthält z.B. pansenstabiles Fett, pansenstabiles Eiweiß (RaPass) und die mehrstufige Pansenpuffer-Kombination RumiProtect .
  • Eine weitere Maßnahme, um die Energiezufuhr direkt zu steigern ist der Einsatz von Crystalyx® Cattle Booster. Dieser schmackhafte Appetitanreger für Hochleistungskühe enthält besonders viel Melasse und erhöht die Grundfutteraufnahme und Futterverdaulichkeit. Außerdem werden Vitamin- und Mineralstoffdefizite ausgeglichen.
  • Einsatz von Eiweißfutter mit einem hohen Anteil an pansenstabilem Protein (z.B. RaPass® von Garant), um die Eiweißversorgung bei geringer Futteraufnahme zu verbessern.
Rimin Futter[1437394840725332.jpg]
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  • Weniger lösliche Kohlenhydrate im Kraftfutter einsetzen. Die sinkende Futteraufnahme führt bei der Komponentenfütterung zu einem ungünstigen Grundfutter-Kraftfutter-Verhältnis, dadurch steigt die Acidosegefahr. Bei Garant sind die Milchleistungsfutter PFOS-optimiert, wodurch sich diese Problematik verringert.
  • Puffersubstanzen wie Natriumbikarbonat anbieten (ca. 200 g pro Tier und Tag).
  • Mineralfutter- und Viehsalzgabe um ca. 20 % steigern, weil durch das Schwitzen der Kühe Mineralstoffe verloren gehen.
  • Lebendhefen sichern eine gute Faserverdauung trotz ungünstiger Bedingungen im Pansen und verbessern dadurch die Futteraufnahme (z.B. Rimin Vital Hefe, Rimin Aktiv TMR Hefe) .
  • Oxidativen Stress vermindern mit mehr Vitamin E und Selen, z.B. mit Wirkstoffergänzer Vitamin E von Garant mit 50 mg Selen und 15.000 mg .

Fazit:

Hohe Temperaturen sind besonders für hochleistende Milchkühe problematisch und können hohe wirtschaftliche Verluste verursachen. Aber Milchviehhalter können durchaus erfolgreich bei ihren Herden eingreifen, wenn sie rechtzeitig die passenden Haltungs- und Fütterungsmaßnahmen ergreifen.
Informationen zum Futterkonzept erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus oder auf www.garant.co.at.

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