Highland Cattle meets Austria

Wer kennt sie nicht, die zotteligen Rinder, die in Österreich vereinzelt gehalten werden? Hochlandrinder – welche Möglichkeiten und Perspektiven bieten sie und welche Anforderungen sollen Halter erfüllen?

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© Agrarfoto
Die Hochlandrinder zählen zu den sogenannten Robustrinderrassen. Umgangssprachlich wird oft der Ausdruck „Schottisches Hochlandrind“ verwendet. Die Übersetzung von „Highland Cattle“ lautet aber nur Hochlandrind. In Schottland wird es nach wie vor als Nationalrind bezeichnet und seit 1885 im Herdebuch geführt. Neben kleinrahmigen und leichteren Tieren gibt es durchaus auch großrahmige und schwere Rinder. Die Stiere werden in Schottland gezielt auf Gutmütigkeit selektiert.

Highland Cattle in den Alpen

In Österreich werden rund 14.000 Hochlandrinder gehalten (rund 1 % der in Österreich gehaltenen Rinder). Der Bestand wuchs in den letzten Jahren um rund 2,5 - 14 % im Jahr. Die meisten Rinder der besagten Rasse werden in der Steiermark gehalten (rund 4.000 Stück). Sie eigenen sich bestens für die Landschaftspflege und zeichnen sich durch ihre fabelhafte Fleischqualität aus. Durch die geringen Anforderungen an die Haltung eignen sich Hochlandrinder perfekt für extensiv geführte Betriebe, aber auch Hobbyzüchter nehmen sich gerne ihrer an. Der Milchleistung wird keine bedeutende Rolle zugeteilt. Sie dient zur Versorgung des Nachwuchses.

Das Hochlandrind liefert top Fleischqualität

Das Hochlandrind gilt als Selbstversoger. Sicherheit auf den Beinen im gebirgigen Gelände und absolute Genügsamkeit zeichnen die Tiere aus. Ebenso werden sie erfolgreich in Naturschutzprojekte, die in der Alpenrepublik einen hohen Stellenwert haben, eingebunden.

Landwirte, die nach dem biologischen Prinzip wirtschaften, halten ebenso gerne Hochlandrinder. Bei der Fütterung der Rinder wird im Vergleich zur herkömmlichen konventionellen Landwirtschaft ausschließlich Raufutter (Heu und frisches Weidegras) gefüttert. Diese Art und Weise wirkt sich zusätzlich positiv auf die Umwelt aus.

Bei der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich bietet das Hochlandrind Landwirten, deren Betriebsgröße zu klein zum Überleben ist, die Möglichkeit, ihre Liebe zur Landwirtschaft auszuleben. Neben bekannten Fleischrinderrassen wie Murbodner oder Pinzgauer konnte sich das Hochlandrind auch in unseren Breiten durchsetzen. Bereits in den 80er-Jahren wurde die Marke „Highlandbeef“ geschaffen. Jedoch ist es den Haltern gelungen, die Entstehung einer Intensivrasse zu verhindern.

Dieselben Kriterien für alle

Trotz der einfachen Haltungsweise der Hochlandrinder gibt es Kriterien, die eigehalten werden müssen. Ein den Anforderungen entsprechender, windgeschützter Standort, der auch im Winter optimal genutzt werden kann, soll vorhanden sein. Die Futterstelle soll überdacht und eine einwandfreie und frostsichere Wasserversorgung vorhanden sein. Die Fläche, die den Rindern zur Verfügung steht, soll genügend Platz für jedes einzelne Tier bieten. Für die Einzäunung der Weiden eignen sich der Elektrozaun aber auch der Massivzaun. Empfehlenswert sind ebenso Fanganlagen, die zum Beispiel Behandlungen am Tier vereinfachen. Nicht zu vergessen ist ein gut durchdachtes und durchgeführtes Herdenmanagement, welches sich vorrangig mit der optimalen Fortpflanzung der Tiere beschäftigt.

Die Vermarktung erfolgt meist über Direktvermarktung und bringt somit die höchste Wertschöpfung.

Für jene, die mehr über Hochlandrinder erfahren wollen, eignet sich das Nachschlagewerk „Robustrinder“ von Friedrich Hardegg und Wolfgang Müller.

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