Holzmarkt: Preise für Leitsortiment Fichte haben sich weiter gefestigt

Im Laubholzbereich Eiche weiterhin sehr gefragt.

Wien, 15. Februar 2017 (aiz.info). - Eine robuste Expansion in den Industrieländern sowie eine Wirtschaftsbelebung in den großen Schwellenländern sollten das Weltwirtschaftswachstum in den nächsten Monaten weiter anziehen lassen. Die Kennzahlen für Österreichs Konjunktur zeigen vor allem aufgrund des privaten Konsums als auch vermehrter Industrie-Investitionen ebenfalls einen leicht steigenden Trend.

Die Nachfrage nach Nadelsägerundholz durch die österreichische Sägeindustrie ist trotz guter Bevorratung normal. Witterungsbedingt kommt es bei der Abfuhr mancherorts zu Einschränkungen, grundsätzlich erfolgt sie jedoch zügig. Kontingentierungen bei der Zufuhr sind nur vereinzelt zu beobachten. Die Preise für das Leitsortiment Fichte B, 2b haben sich weiter gefestigt und liegen zwischen 87 und 96 Euro je Festmeter (FMO). Die Nachfrage nach Kiefer nimmt leicht zu, Lärche wird bei stabilen Preisen weiterhin sehr lebhaft nachgefragt. Dies geht aus dem jüngsten Holzmarktbericht der LK Österreich hervor.

Am Laubsägerundholzmarkt wird die Eiche weiterhin sehr rege nachgefragt, was auch an den Ergebnissen der Laubwertholz-Submissionen ersichtlich ist. Neben einer gesteigerten Angebotsmenge, konnte auch der Durchschnittspreis im Vergleich zum Vorjahr angehoben werden. Jeder Eichenstamm wurde rund fünfmal beboten. Das absolute Höchstgebot erhielt aber ein Riegelahorn mit 3.516 Euro, gefolgt von einer Walnuss mit 3.356 Euro.

Nachfrage nach Nadelindustrieholz vorhanden

Trotz anhaltend sehr guter Bevorratung der Zellstoff-, Papier- und Plattenindustrie ist eine Nachfrage nach Nadelindustrieholz vorhanden. Die Zufuhr von Schleifholz verläuft größtenteils problemlos, bei den übrigen Nadelindustrieholz-Sortimenten ist sie teilweise kontingentiert. Rotbuchenfaserholz wird bei sehr guter Bevorratung zu stabilen Preisen nachgefragt. Der Absatz von Eschenfaserholz bleibt weiterhin schwierig, Plattenholz ist eine Vermarktungsalternative zum Energieholz.

Die anhaltend niedrigen Temperaturen führten zu einer Belebung des Energieholzmarktes und zu einer gesteigerten Nachfrage bei noch ausreichender Bevorratung. Alte Waldlager wurden teilweise abgebaut. Zusätzliche Energieholzmengen können am Markt bei stabilen Preisen untergebracht werden. Qualitativ hochwertiges Brennholz wird ebenfalls bei stabilen Erlösen zunehmend nachgefragt.