Hybridgerste: Kraft aus der Wurzel schöpfen

Bei der Hybrid-Wintergerste sind Spitzenerträge möglich. Voraussetzung ist eine entsprechende Bestandesführung. Wir verraten Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten.

Vorteile der Hybridgerste:

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© DIE SAAT
  • Ertragsvorsprung bei jedem Aussaattermin im Vergleich zu den Liniensorten
  • Stärkere Bestockungs- und Kompensationsfähigkeit - ungleiche Bodenverhältnisse werden besser ausgeglichen
  • Eine Saatstärke von 180 bis maximal 250 keimfähigen Körnern je m² ist ausreichend. Das sind ca. 2,5 bis 3 Packungen/ha (bei 700 TK pro Packung)
  • Ideal für Spätsaat geeignet: Anbau ist problemlos bis Mitte Oktober möglich
  • Hohe Stresstoleranz durch vitales Wurzelsystem
  • Effiziente Nährstoffaufnahme sowie hohe Stickstoff-Aneignungskraft. Vor allem auf schwächeren Standorten ein wichtiger Vorteil
  • Ideal für Gülleeinsatz - angepasst an die Stickstoff-Mobilisierung der Gülle im Boden
  • Schönes, großes Korn mit hohen Proteinwerten – qualitativ hochwertiges Futter

Kraft aus den Wurzeln

  • Bei den Sorten aus diesem Züchtungsprogramm wirkt sich der Heterosiseffekt auf alle entscheidenden Ertragsfaktoren positiv aus.
  • Die Spitzenerträge durch Hybrid-Vitalität sind unter anderem auf ein besonders leistungsstarkes Wurzelsystem zurückzuführen.
  • Die Hybridgerste beginnt nach der Vegetationsruhe früher und rascher mit der Wurzelneubildung.
  • Die Folge ist ein dichteres Wurzelsystem mit einer höheren Anzahl an Kronenwurzeln.  Kronenwurzeln sind für die Wasser- und Nährstoffaufnahme zuständig.

Mehr Ertrag mit der Sorte Trooper

  • TROOPER liefert hervorragende Kornerträge. Die Sorte ist ein Kompensationstyp - d.h. sie gleicht Wetter und Boden aus. Trooper überzeugt mit hohen Futterqualitäten und guter Krankheitstoleranz.
  • HOBBIT kennt keinen Stress. Die Sorte ist ein Einzelährentyp mit stabilen Kornerträgen. Hobbit ist sehr Trockenheitstolerant.

Mehr Ertrag

Der Mehr-Ertrag und die Ertragsstabilität sind nicht nur durch mehr Ähren je m² gegeben, sondern auch durch die erhöhte Kornanzahl je Ähre. Hobbit und Trooper liefern auch schöne, große Körner mit gutem Hektorlitergewicht. Durch diese Bestockungsfreudigkeit der Hybridgerste kann die Aussaatstärke um ca. 1/3 im Vergleich zu anderen Gerstensorten reduziert werden. Ein längeres Anbaufenster ist mit der neuen Hybridtechnologie auch gegeben.

Das gilt es bei der Kulturführung zu beachten:

Um diese neue Technologie voll auszunutzen, ist auf eine richtige Kulturführung zu achten:
  • Gleich zu Vegetationsbeginn ist die erste N-Gabe von nur 30–40 kg N auszubringen.
  • Die zweite N-Gabe sollte vom zweiknoten Stadium BBCH 32 bis zum vollständigen Erscheinen des Fahnenblattes BBCH 45 mit 60–80 kg N erfolgen. Ist diese zweite Gabe schon früher notwendig, dann ist die Menge folgendermaßen aufzuteilen: zuerst 30–50 kg N und weitere 30–50 kg im BBCH-Stadium 39–49, wenn das Schossen fast zu Ende ist/Fahnenblatt sich entwickelt, ausbringen.
  • Ergänzend zur N-Düngung sollte vor allem auf trockenen Standorten auf eine Schwefelversorgung geachtet werden.
  • Für hohe Kornerträge sind (wie bei anderen Getreidearten) Wachstumsregler von Vorteil.
  • Es ist darauf zu achten, dass Pflanzenschutzmittel verwendet werden, die nicht nur die Pflanze einkürzen, sondern auch das starke Wurzelwachstum positiv unterstützen.
  • Eine Fungizidbehandlung ist zu setzen, um das hohe Ertragspotenzial voll nutzen zu können. Dabei sollten Mittel bevorzugt werden, die gegen Ramularia und Netzfleckenkrankheiten gut wirksam sind.

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