Hydrokultur von Anfang an gut pflegen

In der Hydrokultur wird die Pflanze, statt in die Erde, in einem mit Blähton gefüllten Topf gepflanzt. Damit das Verhältnis zwischen Wachstum, Nährlösung und Wurzeln stimmt, bedarf es ein wenig Pflege.

Kakteen, Grünpflanzen, Palmen oder Orchideen sind hervorragend für Hydrokulturen geeignet. Zwiebelpflanzen sowie Pflanzen mit langen Wurzeln kommen hingegen mit der Hydrokultur nicht zurecht.

Was wird für eine Hydrokultur benötigt?

Hydrokulturpflanze[]
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  • Blähton
  • Kulturtopf
  • Wasserstandsanzeiger
  • Übertopf
  • Flüssigdünger für Hydrokultur

Wasserstandanzeiger regelmäßig kontrollieren

Wasserstandsanzeiger[]
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  • Gießen Sie immer direkt auf den Blähton und nicht in das Anzeigenröhrchen.
  • Wenn Sie auf Urlaub fahren, dann können Sie so viel Wasser einfüllen, dass der Wasserstandanzeiger erst bei Maximum stehen bleibt..
  • Je nach Größe des Pflanzgefäßes kann der Gießabstand bis zu 4 Wochen und länger betragen.

Regelmäßig düngen

Da im Blähton keine Nährstoffe vorhanden sind, benötigt die Pflanze eine regelmäßige Düngung. Die Nährstoffe bekommt die Pflanze durch eine spezielle Nährlösung. Halten Sie sich bitte genau an die Dosierungsempfehlungen. Zu viel Dünger schadet der Pflanze genauso wie zu wenig Dünger.

Umtopfen

Pflanzen im HydrokulturtopfPflanzen im HydrokulturtopfPflanzen im Hydrokulturtopf[]
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Pflanzen in Hydrokulturen müssen nicht so oft umgetopft werden. Bei den ersten Anzeichen, wie Wachstumsstopp oder Farbverlust, sollte man die Pflanze in einen größeren Behälter setzen. Schneiden Sie den alten Kulturtopf auf, damit die Wurzeln so wenig wie möglich verletzt werden. Geben Sie anschließend die Pflanze in ein größeres Gefäß. Die Pflanze sollte dann nicht zu tief gesetzt werden.

Hydrokulturen können durchaus in Töpfe mit Erde umgetopft werden. Umgekehrt ist es nur für junge Pflanzen mit stärkeren Wurzeln und mit viel Fingerspitzengefühl möglich.

Erdpflanzen umtopfen

Bevor Sie die Pflanze von einem Erdtopf in einen Hydrokulturtopf wechseln, sollten Sie die Wurzeln mit lauwarmem Wasser von der Erde befreien. Füllen Sie den gewaschenen Blähton bis zur Hälfe in den Kulturtopf. Geben Sie die Pflanze rein und füllen Sie Kugeln bis zum Rand auf.
In den Übertopf sollten Sie zuerst den Wasserstandsanzeiger stellen. Anschließend füllen Sie zur Hälfte den Blähton in das Gefäß. Gießen Sie so viel Wasser rein, bis der Wasserstandanzeiger auf "optimal" steht. Den Kulturtopf mit der Pflanze (nicht zu tief) reinstellen und den Übertopf mit den restlichen Blähtonkugeln bis zum Rand auffüllen.

Besonders gut umtopfen lassen sich z.B. Kaktus, Sansiviera (Bogenhanf), Beaucarnea (Elefantenfuß) oder Zamioculcas (Glücksfeder)

Vor- und Nachteile der Hydrokultur

Es gibt bei der Hydrokultur wesentlich mehr Vorteile als Nachteile:
  • Der Pflegeaufwand ist minimal.
  • Dank Wasserstandanzeiger wird die Pflanze nicht zu viel gegossen.
  • Pflanzen in Hydrokultur müssen weniger oft umgetopft werden, als Pflanzen in Erdtöpfen.
  • Da Hydrokulturpflanzen ohne Erde auskommen, gibt es keine Bodenpilze.
Nachteile:
  • In der Anschaffung sind Hydrokulturen teurer als Pflanzen in Erdtöpfen.
  • Nicht alle Pflanzen eignen sich für eine Hydrokultur.
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