Internationale Grüne Woche Berlin vom 16. bis 25. Jänner 2015

1.600 Aussteller in 26 Hallenkomplexen - Partnerland ist Lettland.

Berlin, 12. Jänner 2015 (aiz.info). - Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) feiert Jubiläum und öffnet zum 80. Mal ihre Pforten für die weltgrößte Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Vom 16. bis 25. Jänner 2015 präsentieren mehr als 1.600 Aussteller in 26 Hallenkomplexen eine globale Marktübersicht der Nahrungs- und Genussmittel sowie eine Leistungsschau der Landwirtschaft und des Gartenbaus. Erwartet werden über 400.000 Fach- und Privatbesucher. Unter dem Motto "Nimm Dir die Zeit" bereitet das Partnerland Lettland seinen bislang größten Auftritt auf der Grünen Woche in Halle 8.2 vor. An den letzten drei Grüne Woche-Tagen (23. bis 25. Jänner) finden in Halle 26b die "Allergy & Free From Show" und die "V Delicious Show" statt, die sich an Allergiker, Vegetarier und Veganer richten.

Die IGW-Eröffnungsfeier mit rund 3.500 Ehrengästen findet heuer erstmals im neuen CityCube der Messe Berlin statt. Zur Begrüßung sprechen Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH, Michael Müller, Bürgermeister von Berlin, Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Wolfgang Ingold, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, Phil Hogan, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung, Andris B?rzi?š, Staatspräsident des Partnerlandes Lettland, sowie Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft.

7. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA)

Parallel zum Auftakt der IGW findet vom 15. bis 17. Jänner das 7. Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) unter dem Leitthema "Wachsende Nachfrage nach Nahrung, Rohstoffen und Energie: Chancen für die Landwirtschaft, Herausforderungen für die Ernährungssicherung?" statt. Die Fachveranstaltung soll zeigen, wo Chancen, Potenziale und Herausforderungen einer biobasierten Agrarwirtschaft unter der Prämisse der Ernährungssicherung liegen und wie eine nachhaltige, ressourcenschonende und klimagerechte Landwirtschaft der Zukunft vorstellbar ist. Veranstalter ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Das Internationale GFFA-Podium versammelt am Samstagvormittag im neuen CityCube der Messe Berlin Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die die Diskussion der Agrarminister ergänzen. Parallel hierzu haben Unternehmen, Investoren und Verbände die Gelegenheit, ihre Projekte im Bereich Ernährungssicherung im Rahmen der Kooperationsbörse vorzustellen. Für die Öffentlichkeit zugängliche Fachpodien verschiedener Veranstalter finden am Donnerstag und Freitag (15. bis 16. Jänner) im CityCube statt. Wie bereits bei vorherigen GFFA-Veranstaltungen, werden auf Einladung des BMEL am Freitagnachmittag internationale Arbeitssitzungen stattfinden, diesmal unter der Leitung der FAO und der Weltbank. Sie dienen der thematischen Vertiefung und sollen wie im Vorjahr Handlungsempfehlungen für den Berliner Agrarministergipfel erarbeiten.

Bio - Mehr Platz für Leben

Auf einer ausgedehnten Fläche der Messe Berlin präsentiert sich die internationale Ernährungswirtschaft mit Ausstellern aus allen Teilen der Welt. Österreich hat auch heuer wieder Halle 15.1 für die Darbietung regionaler Spezialitäten belegt. Allein in acht Hallen zeigen 500 Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands authentisch und mit bundesländer-spezifischem Lokalkolorit das größte Angebot lukullischer Köstlichkeiten.

Unter dem Slogan "Bio - Mehr Platz für Leben" tut sich auf IGW in Halle 1.2 ein lebendiges Schaufenster mit lehrreichen und unterhaltsamen Aktionen für Groß und Klein auf. So wird etwa gezeigt, wie Bio-Hühner artgerecht in beweglichen Ställen gehalten werden, und die Möglichkeit geboten, durch ein Bodenprofil zu klettern. Zudem werden kulinarische Köstlichkeiten in bester Bioqualität aufgetischt. Präsentationen von Erzeugern, Anbauverbänden sowie dem Lebensmitteleinzelhandel runden das Programm ab.

Die Publikumsattraktion "ErlebnisBauernhof" in Halle 3.2 steht heuer unter dem Motto "Wir nutzen und schützen aus Verantwortung". Dabei ermöglichen mehr als 60 Partner einen praxisnahen Einblick in die vielfältigen Leistungen der Land- und Ernährungswirtschaft und die dazugehörigen Branchen. Die Produktion von Lebensmitteln, Energie sowie Rohstoffen höchster Qualität und welche Wertschöpfungsketten dies erst möglich machen, können die Besucher in sechs Ausstellungsbereichen erleben.

Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe in Halle 5.2a

Wie sich die Landwirtschaft ökonomisch und nachhaltig gestalten lässt, darauf gibt die "nature.tec", die Fachschau für Bioökonomie, in Halle 5.2a Antworten. Ministerien, Institutionen und Verbände werden dazu das gesamte Spektrum der energetischen und stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe abdecken.

Im Zentrum der Fachschau steht die Pflanze als wichtigste Rohstoffquelle der Bioökonomie. Um diesen zentralen Bereich herum gliedern sich die Themenbereiche "Anbau & Züchtung", "Rohstoffe", "Bioenergie" sowie "Produkte". Während der Bereich "Bioenergie" flüssige, gasförmige und feste Bioenergie als Alternative zu fossilen Energieträgern präsentiert, finden sich im Bereich "Produkte" Aussteller und Exponate rund um Biowerkstoffe, Bioschmierstoffe, Baustoffe sowie chemische Erzeugnisse auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Die nachhaltige Erzeugung der Rohstoffe, Weiterverarbeitung und Nutzung stehen dabei jeweils im Vordergrund.

Blumenhalle

Im Mittelpunkt der Internationalen Blumenhalle 9 steht die Region des UNESCO-Welterbes Nationalpark Hainich in Thüringen. Eines der wichtigsten Ziele des 7.500 ha großen Parks ist der Schutz des naturbelassenen, alten Buchenwaldes, der sich vor Ort am besten auf dem Baumkronenpfad in luftiger Höhe erleben lässt. Der Nationalpark, der in unmittelbarer Nachbarschaft der geschichtsträchtigen Wartburg liegt, punktet in Berlin mit einer besonderen Waldinszenierung und Bäumen, die nur aus Blüten bestehen.

4. FN-Bundeshengstschau Sportponys

Zum IGW-Auftakt erwartet die Besucher in der Tierhalle 25 ein echtes Highlight, wenn vom 16. bis 18. Jänner rund 90 Hengste auf der 4. FN-Bundeshengstschau Sportponys um den Titel der Bundessieger reiten.

Die "Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2015" ist das Deutsche Karakulschaf, von dem die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. einen Bock, acht Muttertiere und ein Dutzend Lämmer in der IGW-Tierhalle 25 zeigen wird.