Preiswerte Kälberiglus statt Stallumbauten

Kälber sind nach der Geburt besonders anfällig für Infektionen. Trockene und saubere Haltungssysteme, wie zum Beispiel Kälberiglus, sind eine gute Lösung um Probleme zu vermeiden.

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© Tamara Glantschnig
Kälber reagieren in den ersten Lebensmonaten besonders empfindlich auf ihre Umwelt. Um ihnen einen einfachen und problemlosen Start ins Leben zu ermöglichen, sollten Sie dem Haltungssystem besonderes Augenmerk schenken. Unterschieden wird beim Kälberiglu zwischen Einzeliglu, Gruppeniglu und Stallhaltung mit Auslauf.

Einzeliglus sind günstig und sauber

Einzeliglus sind eine optimale Lösung, um Kälber in den ersten Lebenswochen einer möglichst geringen Keimbelastung auszusetzen. Zusätzlich ist es eine kostengünstige Haltungsmethode. Ein Kälberiglu schützt vor Kälte und Hitze. Trockene Einstreu, Sonnenschutz und ein windgeschützter Standort sind Grundlage, damit sich Kälber in ihrem Zuhause wohl fühlen. Besonders wichtig ist die ausreichende Wasserversorgung. Über 2 Wochen alten Kälbern muss freier Wasserzugang gewährt werden. Auch die Hygiene spielt eine Rolle. Vor jeder Neubelegung des Iglus muss gereinigt und frisch eingestreut werden. Sollte der Untergrund nicht befestigt sein, empfiehlt es sich, den Standort zu wechseln, um eine Keimübertragung über diesen Weg zu vermeiden. Der eingestreute Liegebereich sollte mindestens 1 m² groß sein. Kälber über 3 Wochen benötigen schon etwas mehr Platz, nämlich 1,2 bis 1,5 m². Genügend Platz zum Wenden und Springen muss sein.

Spiel, Spaß, Spannung im Gruppeniglu

Kälber sind verspielt. Um das Sozialverhalten optimal ausleben zu können, eignen sich Gruppeniglus für die Haltung von Kälbern. Nach den ersten Lebenswochen (maximal 8 Wochen) im Einzeliglu, können Kälber gemeinsam mit ihren „Kollegen“ aufgezogen werden. Neben dem positiven Aspekt „Spielmöglichkeit“ bringt die Gruppenhaltung aber auch einen Nachteil mit sich: Es besteht das Risiko des gegenseitigen Besaugens, das speziell für weibliche Aufzuchtkälber negative Auswirkungen auf die spätere Euterentwicklung hat.

Auslauf: Bewegung ist gesund

Eine weitere Option ist die Stallhaltung mit Auslaufmöglichkeit. Ziel dieser Haltung ist es, die Gesundheit der Tiere zu fördern. Vorteile dieser Haltungsform sind geringere Krankheitsanfälligkeit und im Zuge dessen geringere Tierarztkosten, niedrige Verluste, besseres Stallklima und einfacheres Management. Als Auslauf eignen sich Plätze in Südlage bestens. Befestigte Böden fördern die Trittsicherheit. Das verschmutzte Wasser ist in eine Güllegrube zu leiten.

Iglus sind eine preiswerte Alternative

Die Haltung der Kälber in Iglus ist eine gute und preiswerte Alternative zu teuren Stallumbauten. Zusätzlich fördern diverse Umweltreize die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kälber. Kälberiguls haben sich in den letzten Jahren durchaus bewährt.

Tipps & Tricks

  • Der Iglu soll auf trockenen, befestigtem Untergrund stehen.
  • Im Winter mehr Einstreu verwenden -> der Abbau der organischen Materialien wirkt als Bodenheizung.
  • Es muss gut belüftet und klimatisch anpassbar sein.
  • Der Iglu muss weiß oder hellgrau bzw. hellbeige sein und darf keine scharfen Ecken und Kanten haben.
  • Bei Hitze und Stress die Kälber dreimal füttern.
  • Beobachtung der Tiere ist besonders wichtig.
  • Kälberiglus immer gut reinigen (glatte Oberfläche von Vorteil) und vor der nächsten Verwendung ein paar Tage leer stehen lassen.
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