Kalkstickstoff im Winterraps

Beim Anbau des Winterraps im August spielen neben anbautechnischen Faktoren auch die Kalkung und ein optimaler pH-Wert eine entscheidende Rolle für ein gutes Ernteergebnis.

Kalkstickstoff für ein gesundes RapsfeldKalkstickstoff für ein gesundes RapsfeldKalkstickstoff für ein gesundes Rapsfeld[1343114961344557.jpg]
© RWA

Kalkstickstoff geperlt beinhaltet 50 % CaO (=Kalk) und 20 % N (= Stickstoff) auf Basis eines Cyanamid-Stickstoffs. Aufgrund dieser besonderen Zusammensetzung versorgt Kalkstickstoff die Pflanzen optimal mit N und führt dem Boden darüber hinaus auch wertvollen Kalk zu. Gleichzeitig verringert Kalkstickstoff durch die spezielle N-Form (Cyanamid) auch den Unkraut- und Krankheitsdruck. Damit ist eine Teilwirkung gegen aus Samen auflaufende ein- und zweikeimblättrige Unkräuter sowie gegen bodenbürtige Krankheiten und eine Reihe von Parasiten gegeben. Der mitgelieferte Kalk verbessert die Krümelstruktur im Boden und fördert ein gutes und aufgelockertes Saatbeet.

Pflanzenkrankheiten bekämpfen

Kohlhernie im Raps - Kalkstickstoff hilft[1375703655932540.jpg]
Kohlhernie in Raps © RWA

Abgesehen vom positiven Effekt der N- und CaO-Versorgung erzielt man durch den Einsatz von Kalkstickstoff auch bemerkenswert gute Erfolge bei folgenden Problemfällen:

  • Schneckenbekämpfung – weniger Schnecken sowie Bekämpfung der Schneckeneier
  • Weniger Kohlhernie (knollenförmige Verdickung der Rapswurzel; erschwerte Assimilation von Wasser und Nährstoffen)
  • Verringerung des Pilz–Befallsdrucks von Phoma (Wurzelhals und Stängelfäule)
  • Verringerung des Pilz–Befallsdrucks von Sklerotina (Weißstängeligkeit – „Rapskrebs“)
Kalkstickstoff reduziert den Infektionsdruck der angeführten Problemfälle und hält so die Pflanzenkrankheiten unterhalb der wirtschaftlichen Bekämpfungsschwelle.

Schneckenproblem im Raps

Kalkstickstoff gegen Schnecken in RapsKalkstickstoff gegen Schnecken in RapsKalkstickstoff gegen Schnecken in Raps[1344239254274124.jpg]
Schneckenfraß in Raps © RWA

Schnecken stellen für die Landwirte ein immer größer werdendes Problem dar. Da der größte Teil der Schnecken versteckt im Boden lebt, sind die oberflächlich zu beobachtenden Schnecken nur die „Spitze des Eisbergs“. Rapssamen werden nach der Quellung weniger gerne von den Schnecken angefressen, da die Samenschale meist zu hart ist. Die wachsenden Keimlinge haben bereits vor Erscheinen der Keimblätter über den Boden eine hohe Attraktivität für die Schnecken. Nach dem Auflaufen werden Stängel, Blätter und Knospen gefressen.

In dieser Phase, bis hin zum Entfalten der ersten Laubblätter, ist der Raps äußerst empfindlich – Fraßschäden bedeuten meist den Totalverlust der Pflanze. Der große Vorteil von Kalkstickstoff hinsichtlich der Schneckenbekämpfung liegt darin, dass nicht nur die Schneckenpopulation, sondern auch die Schneckeneier vernichtet werden.

Anwendung und Aufwandmenge in Raps

  • Wir empfehlen 250 bis 300 kg/ha vor der Saat – flach in den Boden einarbeiten; keine Wartezeit erforderlich oder
  • 200 bis 300 kg/ha ab dem 4-Blattstadium bis Ende Oktober als Kopfdünger (nur auf trockene Bestände und nicht bei Frostgefahr streuen) oder
  • 300 – 400 kg/ha im Frühjahr auf kräftig entwickelte, gut bewurzelte Bestände (nur auf abgetrocknete Pflanzen und nicht bei Frostgefahr streuen)

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Autor:
Peter Kirchmayr, RWA