Ausgewogene Düngung für beste Mais Erträge

Tipps für die optimale Stickstoff-, Phosphor- und Kaliumversorgung im Maisanbau.

MaisflanzenMaisflanzenMaisflanzen[1460375036727353.jpg]
© RWA
Mais benötigt für gutes Wachstum eine optimale Bodenstruktur, eine gezielte Nährstoffversorgung und ausreichend Wärme. Um eine gute Bodengare mit entsprechender Durchlüftung, Wasserführung und stabiler Krümelstruktur zu gewährleisten, ist beim Mais auf eine entsprechende Kalkung zu achten. Speziell (teil)gebrannte Bodenkalke wie (Mg)Mischkalk oder Branntkalk bieten sich dafür an. Branntkalk zeigt neben der Struktur und pH-Wert Regulierung auch eine hygienisierende Wirkung im Boden.

Die Basis für eine ausgewogene und zielführende Nährstoffzufuhr über die Düngung richtet sich nach der Bodenuntersuchung und der darauf aufbauenden Düngerplanung. Die Lagerhäuser bieten dafür ein perfektes Komplettservice mit dem Bodenprobenauto und dem Programm Düngerplan an. Nähere Informationen dazu in Ihrem Lagerhaus.

Stickstoff

Hinsichtlich der Bemessung der Stickstoffdüngung sollt man Mais je nach Standort, Bodenbeschaffenheit und Vorfrucht mit etwa 190 - 210 kg N/ha versorgen.
  • Vom Anbau bis etwa zum 8-Blattstadium nimmt Mais gerade einmal 2 % Stickstoff auf.
  • In der Hauptwachstumsphase bis kurz nach der Blüte benötigt Mais hingegen rund 85 % des gesamten N-Bedarfs.
  • Bis zur Kolbenreife ist die N-Aufnahme mit ca. 13 % letztlich abgeschlossen.
Stickstoff (N) muss der jungen Maispflanze nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich optimal angeboten werden und sollte daher bevorzugt in der Krume, also dem Hauptwurzelbereich der jungen Maispflanze, zur Verfügung stehen. Für die N-Düngung besteht dahingehend die Möglichkeit Stickstoff-stabilisierende Dünger wie Alzon 46 oder Entec 26 einzusetzen. Der Einsatz solcher Dünger erlaubt, die N-Düngung mit nur einer Gabe abzuschließen ohne dabei die Gefahr der Nitratauswaschung in das Grundwasser zu erhöhen. Es entsteht dabei eine Stickstoffdynamik im Boden die sich dem Nährstoffverlauf der Pflanze anpasst. Gleichzeitig werden Überfahrten eingespart und damit Arbeitsspitzen entzerrt.

Phosphor

Mais hat prinzipiell eine langsame Jugendentwicklung mit einem nur schwach und flach ausgeprägten Wurzelsystem. Das Nährstoffaneignungsvermögen, insbesondere von Phosphat P2O5 ist daher speziell im Jugendstadium problematisch. Typische Mangelsymptome für Phosphatmangel zeigen sich durch eine rötliche bis violette Verfärbung der älteren Blätter und einer damit einhergehenden Wuchsverzögerung.

Dazu könnten im Frühstadium witterungsbedingt schwierige Rahmenbedingungen wie Trockenheit, Kälte, Staunässe oder Spätfröste die Entwicklung negativ beeinflussen. Deshalb wird besonders bei Mais eine Unterfußdüngung mit einem phosphathaltigen Dünger empfohlen. Der Klassiker dafür ist DAP 18:46 (maximale Aufwandmenge ist bei 200 kg/ha gedeckelt, da sonst eine zu hohe Salzkonzentration im Bereich des Samens/Keimling kontraproduktiv wirkt) oder andere Dünger wie beispielsweise Complex NP 20:20 etc.

Ähnlich wie bei Stickstoff nimmt Mais in der Hauptwachstumsphase rund 73 % des gesamten P2O5 Bedarfs auf und es ist daher darauf zu achten, dem Mais in dieser wichtigen Phase den Nährstoff Phosphor in ausreichender Form zur Verfügung zu stellen.

Kalium

Auch eine ausreichende und dem Entzug angepasst Kaliumdüngung ist für den Maisanbau unverzichtbar, weil Mais viel von diesem Nährstoff benötigt. Speziell Kalium trägt dazu bei, oben beschriebene Stresssituationen unbeschadet zu überbrücken.

Wie bei Stickstoff und Phosphor beginnt die Hauptaufnahme des Nährstoffes Kalium ebenfalls erst so richtig ab dem 8-Blatt-Stadium und in dieser Phase werden bis zur Kolbenreife etwa 96 % des gesamten Bedarfs aufgenommen.

Neben einer vernünftigen Zuführung von Schwefel und Magnesium sollte schließlich das Düngermanagement mit der Applikation diverser Spurennährstoff insbesondere aber Zink abgerundet werden.

Jetzt im Angebot!

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Produkte aus unserem Sortiment. Viele weitere Artikel erhalten Sie in Ihrem Lagerhaus. Fragen Sie Ihren Lagerhaus-Fachberater!
Autor:
Peter Kirchmayr RWA-AG, Abt. Düngemittel