Grünlandkalkung und Schwefeldüngung

Damit die Hauptnährstoffe NPK und Ca sowie wichtige Spurenelemente auch im Frühjahr bei kalten Böden gut pflanzenverfügbar sind, ist eine gute Kalkversorgung und Schwefelversorgung wichtig.

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Einblasen von Kalk in die Gülle © Bodenkalk
Kalk sorgt für eine ausreichende Kalziumversorgung, stabilisiert den Boden-pH-Wert und fördert das Bodenleben. Ein Boden mit guter Kalkversorgung kann das zur Stickstoff-Fixierung wichtige Spurenelement Molybdän in ausreichender Menge zur Verfügung stellen.

Schwefel ist wichtig für die N-Aufnahme

Auf ertragsstarken Flächen sollte auf die Schwefelversorgung im Frühjahr ein besonderes Augenmerk gelegt werden, denn die Stickstoffaufnahme ist mit einem Verhältnis von etwa 1:10 eng an die Schwefelaufnahme gekoppelt.

Schwefel wird von den Pflanzen ausschließlich als Sulfat (SO 42-) aufgenommen. Da Sulfat einer starken Auswaschung unterliegt (ähnlich dem Nitrat), ist der Schwefelgehalt im Boden im Frühjahr für die Pflanzenversorgung oft zu gering und die N-Aufnahme ist gestört.

Naturgips als Schwefeldünger

Naturgips löst sich im Boden kontinuierlich auf und gibt Schwefel als sofort pflanzenverfügbares Sulfat und Kalzium frei. Der Vorteil gegenüber anderen Schwefeldüngern ist die kontinuierliche Lösung über die gesamte Saison. So wird der Pflanzenbestand vom ersten bis zum letzten Schnitt laufend mit Schwefel versorgt und gleichzeitig die Schwefelauswaschung minimiert. Konstant hohe Proteingehalte im Futter sind die Folge.

Im Gegensatz zu elementaren Schwefel benötigt Naturgips kein aktives Bodenleben oder warme Bodentemperaturen, um sich zu lösen. Auch der Boden-pH-Wert spielt keine Rolle. Für einen durchschnittlichen Grünlandbestand werden 200 – 300 kg/ha Naturgips im Frühjahr am einfachsten als Granulat NaturgipsKorn oder in Mischung mit Kalk ausgebracht. Naturgips ist 100 % biotauglich.

Möglichkeiten der Frühjahrskalkung

Die Kalkversorgung im Frühjahr kann über reine Kalkprodukte wie KalkKorn granuliert, Güllekalk, Feucht- oder Trockenkalke gedeckt werden. Wird zusätzlich Schwefel benötigt, können Mischungen aus Kalksteinmehl und Naturgipsmehl verwendet werden. So sind alle kohlensauren Kalkprodukte auch mit Schwefel als KalkKorn S, Güllekalk S und Feucht- oder Trockenkalke mit Schwefel erhältlich.

Gülle und Kalk gemeinsam ausbringen

Güllekalk ist ein feinst vermahlener, säurelöslicher, kohlensaurer Kalk. Der natürliche pH-Wert der Gülle von pH 7,0 – 8,5 wird durch Güllekalk nicht erhöht. Daher kommt es durch das Einblasen von Güllekalk in die Gülle zu keiner erhöhten Stickstoffausgasung. Eine gleichzeitige Ausbringung von Gülle und Kalk erspart die Kosten für eine zusätzliche Kalkung und Zeit. Die mit Güllekalk versetzte Gülle ist homogener, läuft besser von den Pflanzen ab und ist geruchsarm. Güllekalk ist zu 100 % biotauglich. Kalkgranulate, Güllekalk und Feuchtkalke werden in den Wintermonaten oft zu sehr günstigen Einlagerungspreisen angeboten.

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