Vitale Langohren – Wissenswertes zur Kaninchenfütterung

Die Fütterung und die Haltungsbedingungen haben großen Einfluss auf Gesundheit und Zuchtleistung der Kaninchen. Je nach Jahreszeit, Rasse und Leistungsphase muss die Fütterung angepasst werden.

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Regelmäßige Gewichtskontrollen geben Aufschluss darüber, ob die Fütterung an den Bedarf der Tiere angepasst ist. © RWA
Bei der Kaninchenfütterung gilt es einiges zu beachten. Abhängig von der Rasse können manche Tiere bis zu 5 kg Grünfutter am Tag aufnehmen. Aufgeteilt auf ca. 40 Portionen pro Tag fressen Kaninchen am liebsten in der Dämmerungszeit morgens und abends. 70 % der täglichen Futtermenge nehmen sie in dieser Zeit auf, wobei die Fressdauer zwischen 2 und 6 Stunden variiert. Kaninchen sind mit ihrem speziellen Verdauungssystem sehr gut in der Lage, gering verdauliche pflanzliche Futtermittel für Erhaltung und Leistung zu verwerten. Über die Fermentation im Blinddarm, der etwa 49 % des Gesamtvolumens im Verdauungstrakt ausmacht, werden Futtermittel mit relativ niedriger Nährstoffkonzentration und hohen Rohfaseranteilen energetisch optimal genutzt. Allerdings ist die funktionierende Verdauung der Kaninchen und damit deren Gesunderhaltung auf eine gezielte Unterstützung der Bakterienflora im Blinddarm angewiesen.

Tragende und säugende Häsinnen

Besonderes Augenmerk muss auf die Fütterung von tragenden und säugenden Häsinnen und von Jungtieren gelegt werden. Tragende Häsinnen sollten ausreichend mit leicht veerdaulichen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen versorgt werden, jedoch ohne zu stark zu verfetten. In der Säugeperiode haben die Tiere einen vielfach höheren Nährstoffbedarf. Daher ist es in dieser Zeit besonders wichtig, dass die eingesetzten Futtermittel eine hohe Energiekonzentration haben, schmackhaft und abwechslungsreich sind.

Fütterung von Jungtieren

Jungtiere stellen ganz spezielle Anforderungen an die Fütterung:
  • Ab der 3. Lebenswoche beginnen die Jungen mit der Aufnahme von festem Futter.
  • Nach dem Absetzen der Muttermilch ist es wichtig, die Tiere noch einige Zeit mit diesem Futter zu versorgen und den Futterwechsel keinesfalls abrupt durchzuführen.
  • Falls Grünfutter angeboten wird, darf es weder nass noch warm sein, da dies zu Blähungen führen kann.

Gewicht kontrollieren

Kaninchenfütterung: Das Futter sollte abwechslungsreich sein[1476799625028286.jpg]
Gewichtskontrolle ist wichig © RWA
Regelmäßige Gewichtskontrollen geben Aufschluss darüber, ob die Fütterung an den Bedarf der Tiere angepasst ist. Gesunde, vitale Tiere haben ein glänzendes Haarkleid, Veränderungen deuten auf einen Vitamin- oder Mineralstoffmangel hin.

Wasserzufuhr für Kaninchen

Saubere, frische Tränken sind ein Muss für Kaninchen. Auch hier ist der Wasserbedarf abhängig von Rasse, Außentemperatur, Alter und Leistungsstadium. Besonders im Winter, wenn mehr trockenes Futter angeboten wird, ist die ausreichende Wasserversorgung unerlässlich. Befinden sich die Tiere in einer Außenanlage, kann lauwarmes Wasser in die Tränken geleert werden, um ein zu rasches Einfrieren zu verhindern.

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Autor:
DI Natascha Stolka