Kartoffelmarkt: Zügige Vermarktung bei relativ gutem Preisniveau

Erzeugerpreise in Österreich stabil.

Wien, 3. Oktober 2017 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt startet mit stabilen Rahmenbedingungen in den Oktober. Bei meist optimalen Bodenverhältnissen kommen die Rodearbeiten zügig voran. Angebotsdruck kommt aber dennoch nicht auf. Für die unterdurchschnittliche Ernte stehen mehr als ausreichend Kisten zur Verfügung. Die Andienung an die Händler läuft angesichts des relativ guten Preisniveaus stetig. Heuer wird von den Landwirten kaum Ware spekulativ zurückgehalten. Qualitativ gibt es weiterhin wenige Beanstandungen. Probleme gibt es vorrangig mit Drahtwurm, Zwiewuchs beziehungsweise Kindelbildung. Auf der Nachfrageseite fehlt es derzeit an Impulsen. Im Inland ist die Nachfrage nach den Einlagerungsaktionen des Einzelhandels saisonüblich ruhiger und Exporte sind derzeit preislich meist nicht konkurrenzfähig, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung. In Niederösterreich werden für mittelfallende Ware unverändert 22 bis 25 Euro/100kg bezahlt. Übergrößen werden dabei mit 20 Euro/100kg abgegolten. Für drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel sind weiterhin 26 Euro/100 kg zu erzielen. Aus Oberösterreich werden unveränderte Preise von 25 Euro/100 kg genannt.

In Deutschland kommt die Kartoffelernte ebenfalls rasch voran. In einigen Regionen sind schon mehr als 80% der Kartoffelflächen gerodet. Bei guten Erträgen und passablen Qualitäten steht ein reichliches Angebot zur Verfügung. Regional werden die Lagerkapazitäten knapp. Mit dem Absatz ist man durchaus zufrieden. Aktionen der Handelsketten werden von den Konsumenten gut angenommen. Die Erzeugerpreise gaben gegenüber der Vorwoche nochmals nach. Der Bundesdurchschnitt lag zuletzt bei 10,80 bis 11,70 Euro/100kg.