Kartoffelmarkt: Abgabebereitschaft der Landwirte eher hoch

Absatzsituation saisonüblich ruhig - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 19. November 2014 (aiz.info). - Die Situation am österreichischen Erdäpfelmarkt hat sich gegenüber den Vorwochen kaum verändert. Die Anlieferung erfolgt vor allem aus nicht frostsicheren Zwischenlagern, wobei die Abgabebereitschaft der Landwirte eher hoch ist. Dazu tragen auch die anhaltenden Probleme mit weichen Knollen und entsprechende Sorgen um Lagerverluste bei. Beim Handel scheint man sich mit den hohen Absortierungen und Qualitätsproblemen abgefunden zu haben. Die Absatzsituation bleibt nach den gut angenommenen Einlagerungsaktionen saisonüblich ruhig. Erdäpfel aus Niederösterreich stehen zu Saisonbeginn zudem in Konkurrenz mit wachsender regionaler Produktion aus den anderen Bundesländern. Die Exportaktivitäten Richtung Südosteuropa laufen auf schwachem Niveau unverändert weiter, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Stabil wie die Marktlage zeigen sich auch die Erzeugerpreise. In Niederösterreich und der Steiermark wird die feldfallende Rohware meist mit 7 bis 8 Euro je 100 kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich und Oberösterreich 12 Euro bezahlt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt dürfte die Ernte nun auch in den letzten Gebieten abgeschlossen sein. Auch hier gibt es Qualitätsprobleme, vor allem mit Ware, die im September und Oktober geerntet wurde und nicht ideal gekühlt werden konnte. Dem entsprechend gesucht ist hochwertige Ware. Die Versorgung erfolgt zum Großteil aus regionaler Produktion - zum Nachteil für die Überschussgebiete. Das große Angebot an Kartoffeln nimmt nur langsam ab. Die Erzeugerpreise blieben unverändert. Zu Wochenbeginn wurden meist zwischen 5 und 8 Euro je 100 kg gezahlt.