Kartoffelmarkt: Absatz am Inlandsmarkt weiter gesteigert

Lieferengpässe in Südeuropa wegen winterlicher Temperaturen.

Wien, 7. Februar 2017 (aiz.info). - Der Winter hat den österreichischen Erdäpfelmarkt weiter fest in Griff. Tief winterliche Temperaturen und teils schwierige Fahrverhältnisse führten in der letzten Woche regional noch zu Beeinträchtigungen bei den Anlieferungen. Die Händler haben aber reichlich Ware auf Vorrat, sodass kein Versorgungsengpass kurz- und mittelfristig zu befürchten wäre. Von der Absatzseite gibt es positive Signale. Die bislang schon zufriedenstellende Absatzsituation am Inlandsmarkt hat sich zuletzt weiter gesteigert. Durch witterungsbedingte Engpässe bei Frischgemüse aus Südeuropa greifen die Konsumenten offenbar verstärkt auf heimisches Lagergemüse und Erdäpfel zurück. Auch im Export kann stetig Ware abgesetzt werden, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Preislich gibt es hier aber bislang nur wenig Spielraum nach oben. Die Erzeugerpreise sind in der aktuellen Woche stabil bis steigend. Mittelfallende Ware wird meist um 12 bis 15 Euro/100kg und Übergrößen um 8 Euro/100kg übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich 18 und in Oberösterreich bis zu 22 Euro/100kg bezahlt.

In Deutschland konnten die in der Vorwoche erhöhten Notierungen für Speisekartoffeln sich nun bundesweit durchsetzen. Auf dem aktuellen Preisniveau passen Angebot und Nachfrage gut zusammen. Die Landwirte halten heuer aufgrund der eingeschränkten Lagerfähigkeit kaum Ware spekulativ zurück. Der Inlandsabsatz läuft stetig auf gutem Niveau. Exporte in Richtung Ost- und Südosteuropa kamen dagegen witterungsbedingt fast zum Stillstand. Die Preise zogen im Bundesschnitt weiter an und liegen nun bei 19,10 bis 20,20 Euro/100 kg.