Kartoffelmarkt: Angebot an alterntiger Ware überschaubar

Absatz im Inland zufriedenstellend - Erzeugerpreise unverändert.

Wien, 9. Mai 2017 (aiz.info). - Die Rahmenbedingungen am österreichischen Speisekartoffelmarkt bleiben weiterhin stabil. Das Angebot an alterntiger Ware wird bei den Landwirten schön langsam überschaubar. Dabei ließen die mittlerweile hohen Absortierungsanteile, speziell bei den Salatsorten, die Vorräte rasch abschmelzen. Auch der Abverkauf der bei den Händlern gelagerten Mengen schreitet stetig voran, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau.

Der Absatz bleibt für die Jahreszeit überaus zufriedenstellend. Im Inland setzt der Handel weiter auf Lagerkartoffeln inländischer Herkunft und auch im Export Richtung Osteuropa wird stetig Ware nachgefragt. Preislich gab es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Für mittelgroße Ware werden Preise von 12 bis 15 Euro/100 kg genannt. Übergrößen werden meist mit 8 bis 10 Euro abgegolten. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden 20 Euro/100 kg bezahlt. Die anhaltend kühle Witterung hat das Wachstum der heimischen Frühkartoffeln etwas verzögert. Die ersten Heurigen aus dem Burgenland dürften demnach Ende Mai im Handel erhältlich sein.

Die Lage am deutschen Speisekartoffelmarkt ist weiterhin fest. Im Lebensmittelhandel geht der Sortimentswechsel auf importierte Frühkartoffeln nur langsam vonstatten. Vor allem Lieferungen aus Spanien verzögern sich witterungsbedingt. Gute Qualitäten der alterntigen Lagerware bleiben somit sehr gefragt. Auch in Osteuropa ist das Interesse an der Lagerware zuletzt zum Teil kräftig gestiegen. Die noch vorhandenen Vorräte fließen entsprechend zügig ab. Ein Vermarktungsdruck wird damit nicht mehr erwartet. Die Erzeugerpreise waren im Bundesdurchschnitt mit 21,50 bis 23 Euro/100 kg meist stabil bis leicht fester.