Kartoffelmarkt: Angebot an Heurigen nimmt im Inland zu

Ertragslage jedoch schwach - Erzeugerpreise haben in NÖ nachgegeben.

Wien, 4. Juli 2017 (aiz.info). - Mit dem Fortschreiten der Heurigensaison nehmen am heimischen Kartoffelmarkt auch die Angebotsmengen zu, obwohl nicht von einem Überangebot gesprochen wird. Insgesamt bleibt nämlich die Ertragslage schwach und weist zusätzlich mit 12 bis 25 t eine große Schwankungsbreite auf. In Gebieten ohne Bewässerungsmöglichkeit ist es für Rodungen teilweise überhaupt zu trocken, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Bei Sorten wie Impala oder Arielle liegen die Ertragserwartungen unter der aktuell vermarkteten Agata. Parallel zum steigenden Angebot hat sich allerdings die Nachfrage zuletzt abgeschwächt. Dafür werden mit Ferienbeginn, Hitzewelle und durchgeführten Handelsaktionen verschiedene Gründe angeführt. Die Erzeugerpreise haben in Niederösterreich erneut nachgegeben und liegen seit Mitte der Vorwoche bei 25 Euro/100 kg. Aus Oberösterreich werden für diese Woche noch Preise von 35 Euro genannt.

Der deutsche Frühkartoffelmarkt wird vorerst von einer geringen Nachfrage geprägt. Erst ab Mitte dieser Woche verdrängen die ersten festschaligen Heurigen aus dem Inland die spanische Importware aus den Regalen der Supermärkte. Manche Handelsketten wollen mit der Umstellung auch noch weiter zuwarten. Gleichzeitig bleiben die geernteten Mengen ebenfalls hinter dem Durchschnitt. Dabei sind die deutschen Erdäpfelregionen sehr unterschiedlich mit Niederschlägen versorgt. Während der Westen der BRD unter zu trockenen Bedingungen leidet, versinken die Kartoffelerzeuger im Osten im Regen. Hier standen die Äcker in den letzten Monaten schon mehrmals unter Wasser. Die Erzeugerpreise für festschalige deutsche Frühkartoffeln liegen im Südwesten des Landes diese Woche unverändert bei 24 bis 26 Euro/100 kg.