Kartoffelmarkt: Angebot im Inland gut ausreichend

Niederschläge bremsen Rodearbeiten - Erzeugerpreise unverändert.

Wien, 27. Juli 2016 (aiz.info). - Die Situation am österreichischen Frühkartoffelmarkt bleibt im Wesentlichen unverändert zur Vorwoche. Regional müssen die Rodearbeiten immer wieder aufgrund heftiger Niederschläge eingestellt werden. Die noch nicht abgeschlossene Getreideernte hat ebenfalls bei vielen Landwirten Priorität. Das verfügbare Angebot ist für die urlaubsbedingt ruhige Inlandsnachfrage gut ausreichend, ein Angebotsdruck kommt derzeit nicht auf. Der Anteil an Übergrößen nimmt generell etwas zu, diese können aber noch problemlos vermarktet werden, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Exporte sind aufgrund der fehlenden Festschaligkeit der Ware weiterhin kein Thema.

Die Erzeugerpreise bleiben gegenüber der Vorwoche unverändert. In Niederösterreich werden meist 15 bis 18 Euro/100 kg bezahlt. In der Steiermark wurden noch bis zu 20 Euro bezahlt und in Oberösterreich waren noch bis zu 25 Euro zu erzielen.

Der deutsche Speisefrühkartoffelmarkt kam in der Vorwoche etwas stärker unter Druck. Hochsommerliche Temperaturen und Urlaubszeit sorgen derzeit für schwache Absatzzahlen. Gleichzeitig nimmt das Angebot an Frühkartoffeln spürbar zu. Aktuell stehen neben den verspäteten Frühsorten aus dem Rheinland und aus der Pfalz auch schon Anschlusssorten in den deutschen Frühgebieten zur Vermarktung an. Die Erzeugerpreise gaben entsprechend nach. Zu Wochenbeginn wurden für schalenfeste Ware zwischen 34 und 40 Euro/100 kg bezahlt.