Kartoffelmarkt: Anhaltende Hitzeperiode beeinträchtigt Rodearbeiten

Ertragsniveau gering - Trendumkehr bei Erzeugerpreisen,

Wien, 12. August 2015 (aiz.info). - Am österreichischen Kartoffelmarkt hinterlässt die lang anhaltende Hitzeperiode bereits deutliche Spuren. In Ostösterreich sind die Böden mittlerweile bereits so stark ausgetrocknet, dass ein Roden ohne vorherige Bewässerung nicht mehr möglich ist. In den Regionen mit Bewässerung sind die Frühsorten bereits abgeerntet und die Erträge der Anschlusssorten fallen alles andere als erfreulich aus. Die verfügbaren Mengen sind entsprechend knapp und werden von den Händlern rege gesucht, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) mit. Auch für die Haupternte schwindet mit jedem weiteren Hitzetag die Hoffnung auf ein halbwegs passables Ertragsniveau. Das Interesse der Konsumenten an Kartoffeln leidet zwar ebenfalls unter den Rekordtemperaturen von bis zu 40 °C, dennoch ist das verfügbare Angebot gerade noch ausreichend.

Bei den Erzeugerpreisen ist es zu einer Trendumkehr gekommen. In Niederösterreich wurden die Preise auf 18 bis 20 Euro je 100 kg angehoben. Aus der Steiermark wurden zuletzt Erlöse zwischen 18 und 23 Euro sowie in Oberösterreich von bis zu 25 Euro je 100 kg genannt.

Der deutsche Kartoffelmarkt präsentiert sich relativ stabil. In Bayern und Ostdeutschland gibt es zwar ebenfalls trockenheitsbedingte Probleme, insgesamt steht aber ein gut ausreichendes Angebot zur Verfügung. Der Absatz leidet momentan unter den hochsommerlichen Temperaturen. Mit dem Ende der Schulferien in einigen Bundesländern erwartet man aber eine Nachfragebelebung. Die Preise haben gegenüber der Vorwoche leicht auf durchschnittlich 24,50 Euro je 100 kg nachgegeben, sie liegen aber immer noch weit über denen des vergangenen Jahres.