Kartoffelmarkt: Anlieferungen der Landwirte fallen derzeit geringer aus

Inlandsabsatz dürfte in den kommenden Wochen wieder anziehen.

Wien, 8. November 2016 (aiz.info). - Die Lage am österreichischen Erdäpfelmarkt gestaltet sich ruhig und ausgeglichen. Die Anlieferungen von den Landwirten halten sich momentan in Grenzen. Vorrangig wird derzeit Ware aus nicht frostsicheren Lagern und Partien mit eingeschränkter Lagerfähigkeit angedient. Der Anteil an Aussortierungen bleibt überdurchschnittlich hoch, meldet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Das Inlandsgeschäft läuft - typisch für den November - ruhig und unspektakulär. Die Haushalte sind meist noch gut mit Aktionsware eingedeckt. In den kommenden Wochen dürfte der Absatz wieder entsprechend anziehen. Exporte werden weiterhin in überschaubaren Umfang getätigt. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Mittelfallende Ware wird meist um 12 Euro/100 kg übernommen und Übergrößen um 8 Euro. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden unverändert 15 Euro/100 kg gezahlt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt setzt sich die positive Preisentwicklung fort. Nach Abschluss der Erntearbeiten fällt das Angebot nicht allzu umfangreich aus. Speiseware aus provisorischen Lagern ist heuer kaum vorhanden und Lagerware wird von den Landwirten derzeit nur verhalten angeboten. Die Erzeuger setzen auf weitere Preissteigerungen und sind daher nicht bereit, größere Mengen zu den aktuellen Erlösen zu verkaufen. Bei stetigem Inlandsabsatz erhöhten sich die Erzeugerpreise im Bundesdurchschnitt auf 16 bis 17,20 Euro/100 kg.