Kartoffelmarkt: Anlieferungsmengen der Landwirte bleiben bedarfsgerecht

Erzeugerpreise sind im Inland stabil.

Wien, 4. November 2015 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt startet recht ausgeglichen in den November. Die Umsätze bei den Händlern sind, wie oft um diese Jahreszeit, überschaubar. Einerseits scheinen die Konsumenten am Inlandsmarkt nach den Aktionsverkäufen des Lebensmitteleinzelhandels noch recht gut mit Ware eingedeckt zu sein. Andererseits haben auch die traditionellen Importländer noch wenig Bedarf beziehungsweise werden sie mit günstiger Ware von europäischen Mitbewerbern versorgt. Vorrangig werden von den Landwirten derzeit Erdäpfel aus nicht frostsicheren Lagern angeliefert. Die Anlieferungsmengen bleiben dabei bedarfsgerecht, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Auch bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. In Niederösterreich und der Steiermark werden 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt und in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro erzielbar.

In Deutschland tendiert der Speisekartoffelmarkt am Übergang von Feldware zur Vermarktung von Lagerpartien recht fest. Die Marktversorgung ist gerade ausreichend. Um entsprechend Ware zu mobilisieren, wurden die Preise zuletzt teilweise kräftig angehoben. Unter 18 Euro je 100 kg werden mittlerweile keine Lagerpartien mehr angeboten. Der Absatz im Inland als auch im Export ist schon wesentlich umfangreicher als in den früheren Jahren. Die Mehrheit der deutschen Marktteilnehmer erwartet daher, dass die Marktpreise in naher Zukunft weiter steigen werden.