Kartoffelmarkt: Anlieferungsmengen halten sich in Grenzen

Erzeugerpreise liegen stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 23. September 2015 (aiz.info). - Der österreichische Kartoffelmarkt präsentiert sich weiterhin gut ausgeglichen. Die Rodearbeiten schreiten im gesamten Bundesgebiet zügig voran. Die Erträge bei den Hauptsorten sind regional zwar sehr unterschiedlich, liegen aber generell deutlich unter den Vorjahren. Insgesamt dürfte die Kartoffelernte um rund 30 % niedriger als 2014 ausfallen, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau. Ein Angebotsdruck kommt weiterhin nicht auf. Angesichts der unterdurchschnittlichen Ernte und der Bereitschaft vieler Landwirte, heuer selbst einzulagern, halten sich die Anlieferungsmengen in Grenzen. Die Qualität der geernteten Ware ist meist zufriedenstellend. Vereinzelt treten Probleme mit Drahtwurm, Zwiewuchs beziehungsweise Kindelbildung auf.

Nach dem Auslaufen der Aktionsverkäufe des Lebensmitteleinzelhandels präsentiert sich der Inlandsabsatz saisonüblich ruhig. Exporte laufen ebenfalls nur in eingeschränktem Umfang, haben aber heuer auch keine Priorität. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf Vorwochenniveau. In Niederösterreich werden unverändert 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt. In der Steiermark liegt das Preisniveau bei 20 bis 27 Euro und auch in Oberösterreich können weiterhin bis zu 27 Euro je 100 kg erzielt werden.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentiert sich weitgehend stabil. Mit fortschreitender Ernte bestätigt sich vielerorts, dass 2015 wohl nur wenige Übergrößen zur Verfügung stehen und das Ertragsniveau, abgesehen von Niedersachsen, unterdurchschnittlich ausfällt. In den meisten Regionen wird weiterhin versucht, keine größeren Mengen unter Druck am Markt zu platzieren. Das funktioniert auch in der Regel, da für die knapp durchschnittliche Ernte genügend Lagerkapazitäten vorhanden sind. Dennoch konnten sich die Erzeugerpreise nicht ganz auf dem Vorwochenniveau behaupten. Der Bundesdurchschnitt lag zuletzt bei 17 bis 19 Euro je 100 kg.