Kartoffelmarkt: Anlieferungsmengen im Inland rückläufig

Erzeugerpreise unverändert - Dem Export fehlt es an Impulsen.

Wien, 8. April 2015 (aiz.info). - Ruhig, aber stetig läuft derzeit das Geschäft mit österreichischen Speisekartoffeln. Viele Landwirte liegen heuer mit der Vermarktung ihrer Lagerware gut im Plan. Auch qualitativ scheint die Lagerware für die Jahreszeit noch durchaus in Ordnung zu sein. Die Anlieferungsmengen waren zuletzt schon deutlich rückläufig, ein Vermarktungsdruck wird für diese Saison nicht mehr erwartet, teilt die LK NÖ mit.

Die Absatzseite präsentiert sich derzeit zweigeteilt: Mit dem Inlandsgeschäft ist man weiterhin zufrieden, das Osterwochenende sorgte zuletzt für steigende Absatzzahlen. Im Exportgeschäft bleibt die Situation allerdings schwierig. Reichliches Angebot von französischen Mitbewerbern zu niedrigen Preisen sorgt für schwierige Absatzbedingungen. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. Für mittelfallende Ware werden meist zwischen 8 und 10 Euro je 100 kg gezahlt. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel können bis zu 12 Euro erlöst werden.

In Deutschland bleibt das Speisekartoffelangebot reichlich. In Kisten gelagerte Vorräte halten sich dank der zuletzt tiefen Temperaturen recht gut, die Landwirte wollen jedoch vor einem neuerlichen Start der Feldarbeiten noch einiges räumen. Das hält die Preise stabil auf dem bisherigen Niveau. Für gute Qualitäten im Kühllager werden die Aussichten auf weitere Zuschläge momentan besser. Die Vegetation dürfte heuer, zumindest gegenüber 2014, schon deutlich zurückliegen.