Kartoffelmarkt: Bestandsabbau schreitet im Inland planmäßig voran

Exporte bleiben überschaubar - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 18. April 2017 (aiz.info). - Am österreichischen Speisekartoffelmarkt dürfte die Vermarktung der Ernte 2016 in geordneten Bahnen zu Ende gehen. Nach wie vor haben Händler und auch Landwirte einiges an Ware auf Lager. Der Bestandsabbau schreitet in der Regel aber planmäßig voran, sodass ein reibungsloser Übergang zur neuen Ernte erwartet wird, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Der Inlandsabsatz läuft stetig auf zufriedenstellendem Niveau. Das Osterwochenende und die damit verbundenen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel sorgten für entsprechende Impulse. Das Interesse der Konsumenten an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum nimmt zwar zu, der Absatz von Lagerware wird davon aber kaum beeinträchtigt. Im Export bleiben die Absatzmengen trotz entsprechender Preiszugeständnisse überschaubar. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. Mittelfallende Ware wird meist um 12 bis 15 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 bis 10 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden 20 Euro/100 kg bezahlt.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt bleibt gut versorgt. Lagerware kann weiterhin bedarfsgerecht von den Landwirten abgerufen werden. Mit dem Absatz vor den Osterfeiertagen war man durchaus zufrieden. Das Sortiment im Lebensmittelhandel wird durch Speisefrühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum laufend ergänzt. In vielen Regionen ist man mit der Vermarktung der Ernte bereits weiter fortgeschritten als im letzten Jahr. Der Handel bleibt aber vor allem wegen des wachsenden Angebots und frühzeitiger Liefertermine der neuen Ernten rund ums Mittelmeer aber auch in West- und Mitteleuropa gelassen. Bei den Preisen gab es in der vergangenen Woche kaum Veränderungen.