Kartoffelmarkt: Derzeit kein Angebotsdruck im Inland

Erzeugerpreise stabil bis leicht steigend.

Wien, 9. September 2015 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt präsentiert sich weiterhin gut ausgeglichen. Mit den kühleren Temperaturen und verbreiteten Niederschlägen in den letzten Tagen haben sich die Rodebedingungen deutlich verbessert. Dennoch kommt der saisonal übliche Angebotsdruck aber bislang nicht auf. Angesichts der unterdurchschnittlichen Erträge in Österreich haben viele Landwirte keine Eile, ihre Ware rasch zu vermarkten und lagern diese lieber ein. Die Anlieferungsmengen sind für den steigenden Inlandsabsatz gerade einmal ausreichend, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Exportgeschäfte gibt es angesichts der knappen Warenverfügbarkeit kaum.

Die Erzeugerpreise können sich auf dem Vorwochenniveau gut behaupten beziehungsweise wurden sie sogar angehoben. In Niederösterreich werden unverändert 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt. In der Steiermark wurden die Preise auf 20 bis 27 Euro angehoben und in Oberösterreich werden weiterhin bis zu 27 Euro je 100 kg geboten.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt scheinen sich die Preise langsam zu stabilisieren. Die Haupternte hat zwar noch nicht überall eingesetzt, da die Bestände heuer mancherorts länger bis zur Reife gebraucht haben. Ein Angebotsdruck dürfte aber dennoch nicht mehr aufkommen, da man für die weitere Marktentwicklung durchaus positiv gestimmt ist. Bei knapp durchschnittlichen deutschen Erntemengen sowie einem erwarteten großen Importbedarf in Ost- und Südosteuropa dürfte die Vermarktung der Ernte keine nennenswerten Probleme verursachen. Die Erzeugerpreise haben sich im Bundesdurchschnitt bei 18 bis 20 Euro je 100 kg eingependelt.