Kartoffelmarkt: Ernte im Inland weit fortgeschritten

Hektarerträge zufriedenstellend - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 4. Oktober 2016 (aiz.info). - In der letzten Woche wurden die Rodearbeiten bei schönem Herbstwetter zügig fortgesetzt. Gebietsweise ist die heimische Kartoffelernte auch schon weit fortgeschritten und dürfte bald vor dem Abschluss stehen. Im Weinviertel sind vielerorts die Böden aber zu trocken, um die Erntearbeiten wieder aufzunehmen.

Mit den Hektarerträgen ist man durchwegs zufrieden, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau. Drahtwurmbefall und Beschädigungen bereiten gebietsweise Probleme und schmälern entsprechend die Nettoerträge. Mit der Absatzsituation ist man für die Jahreszeit durchaus zufrieden. Nach den Einlagerungsaktionen des Lebensmitteleinzelhandels hat sich die Inlandsnachfrage erwartungsgemäß wieder etwas abgeflacht. Exporte können in überschaubarem Umfang getätigt werden. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. Mittelfallende Ware wird meist um 12 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden 15 Euro/100 kg bezahlt.

In Deutschland sind die Erntearbeiten ebenfalls weit fortgeschritten. Zu Beginn dieser Woche dürften bereits 90% der Speisekartoffeln eingebracht worden sein. Auf der Absatzseite hat sich die Nachfrage mit den verbreitet durchgeführten Sonderaktionen im Lebensmitteleinzelhandel zuletzt belebt. Der Bedarf kann aktuell gut gedeckt werden und der Markt befindet sich mit dem nahenden Ernteende im Gleichgewicht. An den Erzeugerpreisen von 13,50 bis 14,50 Euro/100 kg hat sich im Vergleich zur Vorwoche so gut wie nichts verändert. Solange noch Feldware vorhanden ist, dürfte das auch so bleiben.