Kartoffelmarkt: Erträge bei Hauptsorten regional sehr unterschiedlich

Weiterhin kein Mengendruck - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 30. September 2015 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt startet mit stabilen Rahmenbedingungen in den Oktober. Die Rodearbeiten schreiten im gesamten Bundesgebiet zügig voran. Die Erträge bei den Hauptsorten sind heuer regional sehr verschieden. Insgesamt bestätigt sich aber das unterdurchschnittliche Ertragsniveau, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Das verfügbare Angebot bleibt überschaubar, ein Mengendruck kommt weiter nicht auf. Auch die Qualität der geernteten Ware ist meist zufriedenstellend. Nur vereinzelt treten Probleme mit Drahtwurm, Zwiewuchs oder Kindelbildung auf.

Auf der Abnehmerseite gibt es keine Veränderungen. Die Inlandsnachfrage ist nach dem Auslaufen der Aktionsverkäufe saisonüblich ruhig. Auch die Exporte laufen nur in eingeschränktem Umfang. Importeure aus Ost- und Südosteuropa decken sich derzeit hauptsächlich mit preislich günstigerer deutscher Ware ein. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung. In weiten Teilen Niederösterreichs werden weiterhin 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt. In der Steiermark liegt das Preisniveau stabil bei 20 bis 27 Euro und auch in Oberösterreich sind unverändert bis zu 27 Euro erzielbar.

In Deutschland müssen indes die Rodearbeiten witterungsbedingt immer wieder unterbrochen werden. Vor allem im Westen und Norden der BRD sind die Erntebedingungen wegen des vielen Regens schwierig. Im Süden und Südwesten haben die Landwirte wiederum mit zu trockenen Böden zu kämpfen. Das verfügbare Angebot fällt entsprechend knapp aus und sorgt für stabile Preisverhältnisse. Im Bundesdurchschnitt werden unverändert 17 bis 19 Euro je 100 kg bezahlt.