Kartoffelmarkt: Erzeugerpreise im Inland unverändert

Anlieferungen bei den herrschenden Temperaturen erschwert.

1Wien, 30. Jänner 2017 (aiz.info). - Während die Natur in Ostösterreich unter den tiefwinterlichen Bedingungen der letzten Wochen erstarrt ist, scheint dasselbe für den österreichischen Speisekartoffelmarkt zu gelten. Der kontinuierliche Inlandsbedarf wird überwiegend aus den gut gefüllten Lägern der Händler gedeckt, da Anlieferungen bei den herrschenden Temperaturen schwieriger als üblich zu organisieren sind. Auch die Lieferungen in die traditionellen Exportländer laufen ohne neue Impulse. Abschlüsse scheitern häufig an den unterschiedlichen Preisvorstellungen, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Das Erzeugerpreisniveau bleibt insgesamt unverändert. Mittelfallende Ware wird meist um 12 bis 15 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich 18 Euro und in Oberösterreich 20 Euro/100 kg bezahlt. Weitgehend unter Dach und Fach ist für diese Saison die Vermarktung von Biokartoffeln. Die Exportaktivitäten vor allem nach Deutschland werden demnächst auslaufen, da es an der notwendigen Ware fehlt. Die Versorgung mit Bioerdäpfeln im Inland ist für die nächsten Monate dagegen gesichert.

In Norddeutschland konnten Ende Jänner durch rasch schwindende vermarktungsfähige Kartoffelmengen sowie das kalte Wetter beim Lebensmittelhandel etwas höhere Preise für Kleinpackungen durchgesetzt und so auch die Erzeugerpreise angehoben werden. Das bundesweit nicht knappe verfügbare Angebot machte diese Entwicklung zwar nicht überall möglich, im Schnitt haben sich Erlöse dennoch leicht auf 18,46 bis 20,00 Euro/100 kg verbessert.