Kartoffelmarkt: Frühsorten weitgehend vermarktet

Jüngste Niederschläge verbessern Ertragserwartungen bei Anschlusssorten kaum.

Wien, 29. Juli 2015 (aiz.info). - Der österreichische Frühkartoffelmarkt präsentiert sich gut ausgeglichen. Die Vermarktung der typischen Frühsorten geht in vielen Regionen bereits ihrem Ende entgegen. Die Anschlusssorten brauchen regional noch etwas Zeit und dürften vor allem in Ostösterreich aber auch in Oberösterreich ertragsmäßig enttäuschend ausfallen. Die regionalen Gewitter der letzten Tage haben daran wenig geändert.

Mit dem Inlandsabsatz ist man für Ende Juli durchaus zufrieden. Dies schlägt sich zunehmend positiv auf die Preisentwicklung nieder. Seit Mitte Juli konnte das Preisniveau weitgehend stabil gehalten werden. Vereinzelt wurden die Preise für festkochende Sorten sogar leicht angehoben. In Niederösterreich und der Steiermark wurde zu Wochenbeginn unverändert zwischen 15 und 18 Euro je 100 kg bezahlt. In Oberösterreich konnte sich der Preis weiterhin bei 25 Euro je 100 kg behaupten. Angesichts des Vermarktungsfortschrittes und der erwarteten geringen Hektarerträgen bleiben die Erzeuger bezüglich der weiteren Marktentwicklung positiv gestimmt, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

In Deutschland ist die Flächenräumung zwar nicht überall so weit wie es sich die Erzeuger zu Beginn der Saison erhofft hatten, nach wie vor bleibt der Markt aber relativ gelassen. Dies spiegelt sich auch im relativ hohen Preisniveau und den moderaten Preisrückgängen wider. Begünstigt wird dies durch den verhaltenen Ausblick auf die weitere Angebotsentwicklung. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht davon aus, dass die Übergangssorten stärker unter den ungünstigen Witterungsbedingungen gelitten haben als die Frühsorten.