Kartoffelmarkt: Für Bedienung der Qualitätsschiene noch genug Ware vorhanden

Erzeugerpreise bleiben unverändert - Ruhige Exportsituation.

Wien, 13. April 2016 (aiz.info). - Wesentliche Änderungen an der Markt- und Preissituation für österreichische Speisekartoffeln werden in dieser Saison nicht mehr erwartet. Zurzeit erscheint das Angebot an freier Speiseware sehr überschaubar. Zudem lassen die heißtrockenen Bedingungen des letzten Jahres die Knollen in den belüfteten Lagern rascher altern als üblich. Das führt zu wachsenden Anteilen an Absortierungen beziehungsweise vermehrten Beanstandungen durch den Lebensmitteleinzelhandel. Daher könnte die Vermarktung österreichischer Erdäpfel in 5 kg-Gebinden bereits zum Monatsende auslaufen. Für die Bedienung der Qualitätsschiene ist bis zum Anschluss an die neue Ernte ausreichend Ware unter Vertrag oder in Kühlhäusern gelagert, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau.

Sowohl der konstante Absatz im Inland als auch die sehr ruhige Exportsituation haben sich diese Woche fortgesetzt. Ebenso konstant zeigen sich die Erzeugerpreise. In Niederösterreich werden unverändert 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt.

Am deutschen Speisekartoffelmarkt hielt die nachösterliche Ruhe auch noch in der vergangenen Woche an. Der Abverkauf der Vorratsmengen dauerte länger als erwartet. Von der Entwicklung der Kartoffelqualität hängt auch in der BRD die Warenverfügbarkeit für die restliche Saison ab. Während im Westen und Süden die Qualität ebenfalls rasch abnimmt, zeigt man sich im Norden zufriedener. Die Lagerware wird durch Importe aus dem Mittelmeerraum - vor allem aus Ägypten -ergänzt. Ein Angebotsdruck besteht jedoch nicht, auch spanische Ware wird erst ab Mitte Mai erwartet. Die deutschen Erzeugerpreise bleiben mit 22,50 Euro je 100 kg im Bundesdurchschnitt zur Vorwoche sehr stabil.