Kartoffelmarkt: Händler im Inland gut mit Ware eingedeckt

Kein Vermarktungsdruck - Erzeugerpreise stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 21. März 2017 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt behält seine stabile Verfassung weiterhin bei. Bei den Landwirten ist die Lieferbereitschaft nach wie vor hoch, wodurch sich die Händler gut mit Ware eindecken konnten. Ein Vermarktungsdruck kommt aber nicht auf, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau. Angesichts der stetigen Absatzmöglichkeiten und der relativ hohen qualitätsbedingten Aussortierungen sollten die Vorräte bis zum Start der neuen Saison reichen.

Die Inlandsnachfrage läuft weiterhin auf saisontypisch normalem Niveau, Exporte können ebenfalls stetig getätigt werden. Preislich bleibt der Spielraum dabei begrenzt. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. Mittelfallende Ware wird meist um 12 bis 15 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich 20 Euro/100 kg bezahlt. In Oberösterreich ist mittlerweile die Vermarktung der Ernte 2016 abgeschlossen.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentiert sich unspektakulär. Das am Markt zur Verfügung stehende Angebot fällt knapp bedarfsdeckend aus. Der Inlandsabsatz wird für die Jahreszeit entsprechend als normal bezeichnet. Im Export wird von stetiger Nachfrage aus Polen und Tschechien berichtet. Mit der beginnenden Umstellung auf Kühlhausware haben die deutschen Speisekartoffelpreise zuletzt etwas angezogen. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt Preise von 20,10 bis 21,30 Euro/100 kg genannt.