Kartoffelmarkt: Händler weiterhin gut mit Ware eindeckt

Erzeugerpreise im Inland überwiegend stabil - Exporte belebt.

Wien, 7. März 2017 (aiz.info). - Der österreichische Erdäpfelmarkt behält seine stabile Verfassung bei. Bei den Landwirten ist die Lieferbereitschaft unverändert hoch, wodurch die Händler weiterhin gut mit Ware eindeckt sind. Angebotsdruck kommt jedoch nicht auf. Der Qualitätsabbau der Lagerware schreitet zwar saisontypisch voran, gravierende Verschlechterungen blieben bislang aber die Ausnahme, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit. Die Inlandsnachfrage hat sich mit dem Monatswechsel etwas belebt. Auch am Exportmarkt kann stetig Ware abgesetzt werden. Preislich bleibt dabei der Spielraum aber begrenzt. Die Erzeugerpreise liegen meist stabil auf dem Vorwochenniveau. Die Preise für Premiumware haben etwas angezogen. Mittelfallende Ware wird unverändert um 12 bis 15 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 bis 10 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden in Niederösterreich nun 20 Euro und in Oberösterreich bis zu 22 Euro/100 kg bezahlt.

Die stabile Tendenz am deutschen Markt setzt sich fort. Grundsätzlich werden Speisekartoffeln weiterhin stetig nachgefragt, wobei qualitativ hochwertige Ware vielerorts knapp und entsprechend begehrt ist. In den herkömmlichen Lägern zeigen sich mittlerweile erste Schäden, wie Druckstellen und Silberschorf. Das erfordert eine etwas höhere Absortierung, was die verfügbaren Mengen weiter eingrenzt. Auch das Angebot an Pflanzkartoffeln ist heuer mengenmäßig überschaubar, sodass hier kaum Mengen für den Speisekartoffelmarkt anfallen dürften. Die Erzeugerpreise zeigen sich stabil bis leicht fester. Im Bundesdurchschnitt wurden zuletzt 19,50 bis 20,50 Euro/100 kg ausgewiesen.