Kartoffelmarkt: Händler werden bedarfsgerecht versorgt

Erzeugerpreise im Inland unverändert.

Wien, 28. Oktober 2015 (aiz.info). - Die Situation bei den Mengenflüssen am österreichischen Speisekartoffelmarkt hat sich kaum verändert. Der Absatz im Inland läuft auf einem für diese Zeit üblichen Niveau. Auch die traditionellen Importländer sind meist noch recht gut mit eigener Ware eingedeckt beziehungsweise werden momentan mit günstiger Ware der europäischen Mitbewerber versorgt. Exporte finden weiterhin kaum statt. Die Landwirte halten heuer kaum Ware spekulativ zurück und die Händler werden bedarfsgerecht versorgt. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung zur Vorwoche. In Niederösterreich und der Steiermark werden 20 bis 22 Euro je 100 kg bezahlt und in Oberösterreich sind weiterhin bis zu 27 Euro erzielbar, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

In Deutschland ist die Ernte der Speisekartoffeln weitgehend abgeschlossen. Das Angebot an Feldware ist entsprechend knapp und kann den Bedarf im Inland als auch im Export nicht mehr decken. Die Bereitschaft der Landwirte, eingelagerte Partien zu bisherigen Preisen zu verkaufen, ist kaum vorhanden. Um entsprechende Lagermengen zu mobilisieren, mussten die Preise daher um bis zu 3 Euro je 100 kg erhöht werden. Angesichts der guten Exportsituation und des knapp durchschnittlichen Angebots gehen die meisten Marktteilnehmer von einer weiteren positiven Marktentwicklung aus.