Kartoffelmarkt: Haupternte ist bereits weit fortgeschritten

Inlandsabsatz läuft stetig - Erzeugerpreise stabil auf Vorwochenniveau.

Wien, 27. September 2016 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt präsentiert sich nahezu unverändert zur Vorwoche. Die Haupternte ist bereits weit fortgeschritten und entsprechend groß ist das verfügbare Angebot. Mittlerweile dürften rund 80% der Speiseware eingebracht worden sein. Im Weinviertel sind die Böden aber vielerorts zu trocken und die Rodearbeiten mussten eingestellt werden. Die Erträge sind bei den Hauptsorten durchaus zufriedenstellend. Bei den später gerodeten Partien gibt es jedoch vermehrt Probleme mit Drahtwurmbefall und Beschädigungen, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Der Inlandsabsatz läuft stetig, hier sorgen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel für eine gewisse Umsatzbelebung. Im Export gibt es nur geringe Abschlüsse, das Interesse an österreichischer Speiseware scheint aber langsam zu steigen. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf Vorwochenniveau. Für mittelfallende Ware werden meist 12 Euro/100 kg bezahlt, Übergrößen werden mit 8 Euro übernommen.

Die Speisekartoffelernte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wurde zuletzt auf 24,9 Mio. t geschätzt. Im Vergleich zu 2015 bedeutet dies einen Rückgang von 1,6%. Speziell in Belgien fällt der Ertragsrückgang deutlich aus. Trotz einer Ausweitung der Anbaufläche um 12% wird eine um 5,8% kleinere Gesamternte erwartet. In Deutschland dürften mit rund 10,2 Mio. t etwa 2% weniger Speiseware zur Verfügung stehen.