Kartoffelmarkt: Heimische Vorräte dürften bis Anfang Juni reichen

Erzeugerpreise stabil auf dem Vorwochenniveau.

Wien, 15. April 2015 (aiz.info). - Der österreichische Kartoffelmarkt präsentiert sich stabil und unverändert zur Vorwoche. Das Angebot an Lagerware wird bei den Landwirten sukzessive abgebaut, wobei die Vorräte voraussichtlich bis Anfang Juni reichen dürften. Kurz vor den Osterfeiertagen hat sich die Inlandsnachfrage erwartungsgemäß belebt. Aber auch mit der aktuellen Absatzentwicklung ist man durchaus zufrieden, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit. Die Exporte Richtung Südost- und Osteuropa bleiben schwierig. Starke Konkurrenz durch Mitbewerber aus Frankreich und Deutschland drückt insbesondere bei den Übergrößen auf die Preise. Das Interesse der Konsumenten an importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum nahm in den letzten Wochen zwar zu, der Absatz von Lagerware wird davon aber kaum beeinträchtigt.

Beim Erzeugerpreisniveau gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Für mittelfallende Ware werden meist zwischen 8 und 10 Euro je 100 kg bezahlt. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel können bis zu 12 Euro erzielt werden.

In Deutschland spiegelt sich die leichte Nachfragebelebung über Ostern in höheren Erzeugerpreisen wider. Regional hält die positive Absatzsituation auch nach den Feiertagen weiter an. Die noch hohen Lagervorräte bremsen vorerst aber einen weiteren Preisanstieg. Der späte Vegetationsbeginn könnte zwar in diesem Jahr das Vermarktungsfenster für alterntige Speiseware etwas verlängern. Es stehen aber europaweit überdurchschnittliche Vorräte zur Vermarktung an. Einzig für Prämienqualitäten sind die Aussichten für weitere Aufschläge gut.