Kartoffelmarkt: Heimische Vorräte dürften bis Juni reichen

Exporte haben an Schwung verloren - Erzeugerpreise stabil.

Wien, 11. April 2017 (aiz.info). - Die Lage am österreichischen Speisekartoffelmarkt hat sich gegenüber der Vorwoche kaum verändert. Nach wie vor haben Händler und Landwirte einiges an Ware auf Lager. Der Bestandsabbau wird durch gut laufende Inlandsgeschäfte und die hohen qualitätsbedingten Aussortierungen aber vorangetrieben. Dennoch dürften die Vorräte noch bis in den Juni hinein reichen, teilt die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau mit.

Der Absatz im heimischen Lebensmitteleinzelhandel wurde in den letzten Tagen durch Aktionsverkäufe und das nahende Osterfest zusätzlich angekurbelt. Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum sind bislang nur in einem verhältnismäßig kleinen Umfang und zu hohen Preisen am Markt gelistet. Die Exporte haben dagegen, trotz entsprechender Preiszugeständnisse, etwas an Schwung verloren. Die Erzeugerpreise liegen stabil auf dem Vorwochenniveau. Mittelfallende Ware wird meist um 12 bis 15 Euro/100 kg und Übergrößen um 8 bis 10 Euro übernommen. Für kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel werden 20 Euro/100 kg bezahlt.

Die Lage am deutschen Speisekartoffelmarkt ist fest. Nachfrage und Angebot passen in der Regel gut zusammen. Einwandfreie Partien sind aber generell knapp und entsprechend gut gesucht. Relativ hohe Absortierungen sorgen für einen recht zügigen Bestandsabbau. Auch in den bisherigen Überschussgebieten festigt sich allmählich die Meinung, dass die Vorräte zeitiger erschöpft sein werden als im Vorjahr. Bei den Preisen gab es in der letzten Woche kaum Änderungen.