Kartoffelmarkt: Heimische Ware knapp verfügbar

Erzeugerpreise im Inland stabil bis steigend.

Wien, 19. August 2015 (aiz.info). - Die Situation am österreichischen Kartoffelmarkt bleibt weiter angespannt. Die Niederschläge in den letzten Tagen haben zwar regional die Rodebedingungen etwas verbessert, an der knappen Verfügbarkeit von heimischen Kartoffeln ändert dies aber nur wenig. Die Hektarerträge bei den Hauptsorten liegen heuer in den meisten Regionen deutlich hinter denen der letzten Jahre zurück und die Erntemengen bleiben entsprechend gering, berichtet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau. Der Inlandsmarkt zeigt sich noch ruhig. Mit dem Ende der Urlaubssaison sowie den kühleren Temperaturen dürfte der Absatz aber neue Impulse bekommen.

Aufgrund der angespannten Angebotssituation wurden die Erzeugerpreise in Niederösterreich nochmals angehoben und liegen nun bei 20 bis 22 Euro je 100 kg. In der Steiermark werden unverändert 18 bis 23 Euro bezahlt. Auch in Oberösterreich bleiben die Preise mit bis zu 25 Euro vorerst stabil.

Mittlerweile wurden nicht nur in Österreich, sondern in vielen europäischen Ländern die Ertragsprognosen nach unten korrigiert. In Deutschland sind heuer weniger Kartoffeln als 2014 angebaut worden. Die Erträge der Hauptsorten werden dabei als mittelmäßig bis unterdurchschnittlich geschätzt. Auch in Frankreich, Belgien, Dänemark, dem Balkan und Rumänien werden witterungsbedingt kleinere Ernten als im Vorjahr erwartet.