Kartoffelmarkt: Hektarerträge unterliegen im Inland großen Schwankungen

Unterschiedliches Preisniveau in den Bundesländern.

Wien, 1. Juli 2015 (aiz.info). - Das Angebot am österreichischen Frühkartoffelmarkt bleibt weiterhin überschaubar. Je nach Sorte und Region unterliegen die Hektarerträge immer noch großen Schwankungen. In Niederösterreich erreichen sie nun 25 bis 30 t, in der niederschlagsreicheren Steiermark über 40 t. Entsprechend rasch geht in Niederösterreich die Flächenräumung vonstatten, teilweise werden bereits die Anschlusssorten gerodet. Auch im Burgenland ist die Heurigenernte schon weit vorangeschritten. Neben der losschaligen Heurigenware werden im Lebensmitteleinzelhandel mittlerweile auch schon festschalige Kartoffeln aus dem Inland angeboten, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Obwohl keine großen Mengen vorhanden sind und der Absatz befriedigend ausfällt, standen die Preise in Ostösterreich zuletzt weiter unter Druck. In Niederösterreich lagen die Erzeugerpreise zu Wochenbeginn bei 22 Euro je 100 kg. In der Steiermark liegt das Preisniveau bei 25 bis 28 Euro und in Oberösterreich weiter bei 30 Euro. Nach der schwierigen Vermarktung im Vorjahr dürfte heuer besonders in Niederösterreich der Anbau der Anschlusssorten eingeschränkt worden sein, daher wird hier auch in den kommenden Wochen kein großes Angebot erwartet.

Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel nimmt das Angebot an inländischen Kartoffeln nun laufend zu. Dabei ist der Frühkartoffelmarkt in der BRD durch die kühle Witterung in den letzten Wochen von eher geringen vermarktungsfähigen Mengen gekennzeichnet. Auch in den zeitigsten Frühgebieten war die vom Handel gewünschte Schalenfestigkeit vergangene Woche noch nicht vollständig erreicht. Besonders die festkochenden Sorten sind gesucht, aber auch bei den übrigen Sorten besteht kein Angebotsdruck. Ende der Vorwoche lag der gewogene Erzeugerpreis bei 50 Euro je 100 kg.