Kartoffelmarkt: Heurigensaison hat im Inland begonnen

Hektarerträge halten sich noch in Grenzen - Erzeugerpreise auf Vorjahresniveau.

Wien, 3. Juni 2015 (aiz.info). - Am vergangenen Wochenende hat am österreichischen Kartoffelmarkt die Heurigensaison begonnen. Zwar stehen noch einige Partien an Erdäpfeln der alten Ernte zur Vermarktung an, diese sind mengenmäßig aber schon sehr überschaubar. Um den Bedarf an alterntiger Ware im Lebensmitteleinzelhandel zu decken, muss vereinzelt auf französische Importware zurückgegriffen werden, teilt die Marktabteilung der LK NÖ mit.

Im Burgenland und der Steiermark wurden vergangene Woche die ersten Frühkartoffeln für den Lebensmitteleinzelhandel gerodet. Die Hektarerträge halten sich dabei mit knapp über 20 t in Grenzen und die zu vermarktenden Mengen sind überschaubar. Die meistgenannten Erzeugerpreise für Heurige lagen zu Wochenbeginn mit bis zu 40 Euro je 100 kg auf Vorjahresniveau. In Niederösterreich sind die ersten Rodungen für den Handel für das kommende Wochenende geplant.

Auch in Deutschland richtet sich der Blick am Speisekartoffelmarkt auf die heranwachsende Ernte. Die vergleichsweise kühle Witterung hat fast bundesweit zu Wachstumsverzögerungen geführt. Im Handel sind zwar noch Restbestände der Ernte 2014 zu finden, im Mittelpunkt der Vermarktung stehen momentan aber die importierten Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum. Das Angebot ist dabei überschaubar und entsprechend teuer. Seit einiger Zeit wird auch von deutschen Frühkartoffeln berichtet, diese werden derzeit aber ausschließlich ab Hof und über Wochenmärkte verkauft.