Kartoffelmarkt: Im Inland kein Überangebot vorhanden

Preise in Ostösterreich erneut geringer - Schalenfeste Bioqualität im Handel verfügbar.

Wien, 8. Juli 2015 (aiz.info). - Die Angebotssituation am österreichischen Frühkartoffelmarkt bleibt unverändert. Während im niederschlagsreichen Süden auch bei den Anschlusssorten sehr hohe Erträge eingebracht werden können, kommen die Erträge in Niederösterreich über 25 t je Hektar nicht hinaus, da kaum eine Regenfront das Weinviertel erreicht. Insgesamt ist kein Überangebot vorhanden, teilt die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau mit. Trockenheit und die hohen Temperaturen während der Blüte lassen auch für die Anschlusssorten nur mittlere Erträge erwarten.

Auch auf der Absatzseite gibt es kaum Änderungen. Im Lebensmitteleinzelhandel dominieren weiterhin Kartoffeln aus der Steiermark, was in anderen Regionen für zu wenig Bewegung im Markt sorgt. Dadurch wurden die Preise in Ostösterreich erneut zurückgenommen. In Niederösterreich lagen die Erzeugerpreise zu Wochenbeginn bei 20,- Euro je 100 kg, in Oberösterreich bei 25,- Euro.

In der Entwicklung weit fortgeschritten sind heuer die Kartoffeln aus biologischer Produktion, sie sind schon in schalenfester Qualität im Handel verfügbar. In Niederösterreich liegen die Erträge im Bioanbau bei rund 20 bis 25 t/ha, wobei die Qualität des Erntegutes sehr gut ist. Die Vermarktung läuft reibungslos.

Da im deutschen Lebensmitteleinzelhandel noch Importware die Regale füllt, bleiben vor allem im Südwesten des Landes die ersten Erntemengen hinter den Erwartungen. Die angebotenen Mengen konnten aber bisher laufend vermarktet werden. Der gewogene Erzeugerpreis gab nach und lag zu Wochenbeginn bei 42,- Euro je 100 kg. Regional besteht die Hoffnung, dieses Niveau für zwei Wochen zu halten. Auch in der BRD werden für dieses Jahr nur durchschnittliche Erträge erwartet, wobei durch die Trockenheit auch noch Ausfälle möglich sind.