Kartoffelmarkt: Inlands-Angebot hält sich in Grenzen

Erzeugerpreise stabil - Noch keine Exporte getätigt.

Wien, 16. September 2015 (aiz.info). - Der österreichische Speisekartoffelmarkt präsentiert sich weiterhin gut ausgeglichen. In den meisten Regionen läuft die Haupternte bei guten Rodebedingungen auf Hochtouren. Lediglich im Waldviertel muss noch zugewartet werden, da die Schalenfestigkeit nicht immer gegeben ist. Dennoch bleiben die angedienten Mengen überschaubar. Angesichts der unterdurchschnittlichen Erträge haben viele Landwirte heuer keine Eile, ihre Ware rasch zu vermarkten und lagern diese lieber ein. Auch die Qualität der geernteten Ware ist dabei meist zufriedenstellend, berichtet die Interessensgemeinschaft Erdäpfelbau.

Vereinzelt wird Zwiewuchs und Kindelbildung festgestellt. Nachfrageseitig gibt es gegenüber der Vorwoche keine Änderung. Laufende Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel sorgen am Inlandsmarkt für entsprechende Absatzzahlen. Es gibt bereits Anfragen für Exporte, angesichts der knappen Angebotssituation werden aber keine Ausfuhren getätigt. Bei den Erzeugerpreisen gibt es keine Änderung. In Niederösterreich werden unverändert 20 bis 22 Euro je 100 kg gezahlt. In der Steiermark liegt das Preisniveau bei 20 bis 27 Euro und auch in Oberösterreich werden weiterhin bis zu 27 Euro je 100 kg geboten.

Der deutsche Speisekartoffelmarkt präsentiert sich ebenfalls gut ausgeglichen. Die Haupternte schreitet zügig voran. Die Rodebedingungen sind dabei meist recht gut, einschließlich der kühlen Nächte für die Einlagerung. Ein Angebotsdruck kommt nicht auf, da genügend Lagerkapazitäten für die knapp durchschnittliche Ernte vorhanden sind. Auch die gute inländische Nachfrage sowie das lebhafte Exportgeschäft sorgen für Stabilität. Die Erzeugerpreise liegen im Bundesdurchschnitt weiterhin bei 18 bis 20 Euro.